Die Regierung beauftragt die Behörde für zivilen Bevölkerungsschutz (Myndigheten för civilt försvar, MCF) mit dem Wiederaufbau einer nationalen Bau- und Reparaturbereitschaft. Die Fähigkeit soll genutzt werden, um bei erhöhter Bereitschaft und im Krieg gesellschaftswichtige Infrastruktur zu räumen, zu reparieren und wiederherzustellen.

In einer Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums schreibt die Regierung, dass die MCF gemeinsam mit anderen Behörden ermitteln soll, welche Ressourcen bereits vorhanden sind und welche zusätzlichen Ressourcen benötigt werden. Die Behörde soll zudem die Zuständigkeitsverteilung weiterentwickeln sowie eine grundlegende Fähigkeit aufbauen, die Bau- und Reparaturbereitschaft national zu koordinieren und entsprechende Arbeiten auf regionaler und lokaler Ebene zu unterstützen.

"Schweden muss, ebenso wie die Ukraine, die Fähigkeit besitzen, bei einem bewaffneten Angriff Straßen, Eisenbahnen und die Stromversorgung schnell reparieren zu können. Dies wird eine sehr wichtige Reform sein, um eine funktionierende Gesamtverteidigung aufzubauen und die militärische Verteidigung unterstützen zu können", sagt der Minister für zivilen Bevölkerungsschutz, Carl-Oskar Bohlin, in der Pressemitteilung.

Die Arbeit baut auf der Untersuchung zur Versorgungsbereitschaft der Wirtschaft auf, die im Juni 2025 ihren Abschlussbericht unter anderem zu einer modernen Bau- und Reparaturbereitschaft vorlegte. Die Untersuchungskommission hatte den Auftrag erhalten, die Voraussetzungen für die Einführung einer solchen Bereitschaft in Schweden zu analysieren und notwendige Gesetzesvorschläge vorzulegen.

Die MCF muss spätestens am 1. März 2027 Vorschläge vorlegen, wie die Bereitschaft auf verschiedenen Ambitionsniveaus ausgebaut werden kann und wie die Alternativen finanziert werden können. Der Abschlussbericht ist spätestens bis zum 30. April 2027 vorzulegen.