Das norwegische Staatsunternehmen Bane NOR hat gemeinsam mit den norwegischen Streitkräften (Forsvaret) und den schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten) einen Vertrag über den Kauf neuer Eisenbahnwaggons abgeschlossen. Der Vertrag zielt darauf ab, den gestiegenen Transportbedarf in den nordischen Ländern zu decken und die Kapazität für militärische Eisenbahntransporte zu stärken, teilt Bane NOR in einer Pressemitteilung mit.

– Die Fähigkeit, schweres militärisches Gerät und Versorgungsgüter auf der Schiene innerhalb Norwegens und zwischen den nordischen Ländern zu transportieren, ist entscheidend für unsere gemeinsame Verteidigungsfähigkeit. Diese Zusammenarbeit zeigt, dass sektorübergreifende und nordische Kooperation erhebliche Wirkung erzielen kann, und ich bin sehr zufrieden, dass wir diesen Vertrag zustande gebracht haben, sagt Gro Jære, Leiterin der norwegischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial Forsvarsmateriell.

Der Vertrag zwischen Bane NOR, den norwegischen Streitkräften und den schwedischen Streitkräften wurde in einem sicherheitspolitischen Kontext geschlossen, der von Russlands Invasion der Ukraine sowie dem NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands geprägt ist.

Die Zusammenarbeit ermöglicht es den drei Parteien, gemeinsame Beschaffungen von Waggons durchzuführen, um die Transportkapazität in den nordischen Ländern zu stärken – insbesondere für schweres militärisches Gerät. Der Vertrag umfasst insgesamt bis zu 120 Eisenbahnwaggons, wobei Bane NOR zunächst zehn Waggons im Rahmen einer Pilotbeschaffung erwirbt. Weitere Waggons können über im Vertrag enthaltene Optionen erworben werden.