Saab hat einen Vertrag mit der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV, Försvarets materielverk) unterzeichnet und einen Auftrag über vier Gripen E/F für Thailand erhalten, teilt das Unternehmen mit. Der Auftragswert beträgt rund 5,3 Milliarden Schwedische Kronen und die Lieferungen erfolgen zwischen 2025 und 2030.

Laut Saab umfasst das Geschäft drei Gripen E und einen Gripen F sowie Ausrüstung, Support und Ausbildung. Parallel dazu hat Saab mit der Königlich Thailändischen Luftwaffe ein langfristiges Offset-Paket vereinbart, das Technologietransfer, industrielle Zusammenarbeit und Investitionen in mehrere Sektoren in Thailand beinhaltet.

– Wir heißen Thailand als neuesten Kunden für den Gripen E/F willkommen. Thailand ist bereits ein etablierter Gripen-Nutzer und kennt die Stärken, die der Gripen den thailändischen Streitkräften bietet. Thailand hat das modernste Kampfflugzeug auf dem Markt gewählt, um eine strategische und unabhängige Fähigkeit der nächsten Generation aufzubauen, sagt Micael Johansson, Präsident und Konzernchef von Saab.

Die Königlich Thailändische Luftwaffe betreibt derzeit eine Staffel Gripen C/D. Die neuen E/F-Flugzeuge sollen gemeinsam mit den vorhandenen Gripen eingesetzt werden, so Saab.

Im Juni 2023 berichtete FSN, dass die Königlich Thailändische Luftwaffe erwog, ihre Flotte um weitere Gripen C/D zu ergänzen und ältere F-16- sowie F-5-Maschinen zu ersetzen. Im August 2024 wurde der Gripen als Ersatz für Teile der F-16-Flotte genannt, wobei eine erste Phase von vier Flugzeugen mit einem Budgetansatz von rund 560 Millionen US-Dollar diskutiert wurde. Am 4. Juni 2025 gab die Luftwaffe in Bangkok bekannt, dass die Wahl auf den Gripen E/F gefallen sei, wobei der erste Schritt vier Flugzeuge einschließlich Ausrüstung und Ausbildung umfasst – als Teil eines Plans für insgesamt zwölf neue Flugzeuge bis 2034.