Terma und MyDefence haben eine Absichtserklärung über eine erweiterte technische und industrielle Zusammenarbeit unterzeichnet. Zunächst sollen die Unternehmen ihre Systeme zur Erkennung und Abwehr von Drohnen integrieren.
„Die moderne Drohnenbedrohung lässt sich nicht mit einem einzigen Sensor oder einer einzigen Technologie bewältigen. Der Mehrwert entsteht, wenn HF, Radar und andere Sensoren zusammenarbeiten", sagt Dan Hermansen, Geschäftsführer von MyDefence.
Der erste Schritt soll 2026 erfolgen: Dann soll Termas Radartechnologie SCANTER Sphera mit den hochfrequenzbasierten Sensoren, Störsendern und dem Führungssystem IRIS C2 von MyDefence integriert werden. Laut einer Pressemitteilung von Terma sollen die Systeme eine gemeinsame Lösung zur Erkennung, Identifizierung und Bewertung von Drohnenbedrohungen bilden.
Die HF-Sensoren von MyDefence können Funksignale von Drohnen und deren Bedienern erkennen und identifizieren. SCANTER Sphera soll dies ergänzen, indem es Luftfahrzeuge im Flug erkennt, einschließlich autonomer Drohnen und Systeme ohne konventionelle Funkverbindung.
Die Informationen der Sensoren sollen im IRIS C2 zusammengeführt werden und dem Bediener ein gemeinsames Lagebild liefern. Die Kombination soll laut den Unternehmen einen umfassenderen Schutz vor unterschiedlichen Arten von Drohnen und Einsatzweisen bieten.
Die Absichtserklärung umfasst auch die Entwicklung und gemeinsame Vermarktung der Systeme. Gleichzeitig dient sie als Fahrplan für eine breitere technische und industrielle Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen.
Neben Gegendrohnensystemen wollen Terma und MyDefence gemeinsame Lösungen für maritime Plattformen untersuchen. Langfristig könnte die Zusammenarbeit auch auf Raumfahrt- und Satellitentechnik sowie dänische, europäische und internationale Verteidigungs- und Sicherheitsprogramme ausgeweitet werden.

