Das in Östersund (Nordschweden) ansässige Unternehmen Woolpower hat einen neuen Vertrag mit der deutschen Bundeswehr erhalten, der für das Unternehmen einen Wert von bis zu 250 Millionen Schwedischen Kronen haben kann. Der Abschluss kommt zu einer Zeit, in der die Nachfrage von Streitkräften und anderen professionellen Kunden zunimmt.

„Wir sehen einen deutlichen Anstieg bei dieser Art von Kunden. Immer mehr Streitkräfte werden auf Kleidungsstücke aufmerksam, die für extreme Anforderungen entwickelt wurden und gleichzeitig langlebig sein sollen", sagt Linus Flodin, Geschäftsführer von Woolpower, in einer Pressemitteilung, die NDS eingesehen hat.

Laut Woolpower stammt etwa ein Drittel der Geschäfte des Unternehmens aus Aufträgen von Streitkräften, Polizei, Rettungsdiensten und anderen öffentlichen Beschaffungen. Das Unternehmen gibt an, dass mehrere Länder die Produkte bereits kaufen.

Woolpower stellt Unterwäsche und Verstärkungskleidung aus Merinowolle her und produziert in Östersund. Das Unternehmen besitzt die Fabrik und kontrolliert einen Großteil der Kette von der Garnherstellung bis zum fertigen Kleidungsstück. Ein früherer Ausbau verdoppelte die Fläche der Fabrik.

„Wir haben uns entschieden, Produktion und Kompetenz selbst zu behalten. Für Kunden aus dem Verteidigungsbereich geht es auch darum zu wissen, wo die Produktion angesiedelt ist, und dass die Lieferungen auch funktionieren, wenn sich die weltpolitische Lage verschlechtert", sagt Linus Flodin.

Die steigende Nachfrage und der neue deutsche Vertrag bedeuten laut Woolpower, dass die Produktionskapazität in Östersund weiter gestärkt werden muss. Die Pressemitteilung nennt weder die Vertragslaufzeit noch Liefermengen oder die betroffenen Kleidungsstücke.