Die Behörde für zivilen Schutz und Bereitschaft Schwedens (MCF, Myndigheten för civilt försvar) gibt bekannt, dass die Unterstützung für den zivilen Schutz der Ukraine nun eine Milliarde Kronen übersteigt. Gleichzeitig hat die Behörde ein neues Projektbüro in Kiew, Ukraine, eröffnet.
Die Angabe wurde am 24. August 2026 gemacht, am selben Tag wie der ukrainische Unabhängigkeitstag, wie die Behörde für zivilen Schutz und Bereitschaft mitteilt. Die Behörde unterstützt den zivilen Schutz der Ukraine seit Mai 2022, kurz nach Beginn der umfassenden Invasion.
Die Unterstützung richtet sich laut Behörde auf fünf Hauptbereiche: Rettungsdienst, Minenräumfähigkeit, medizinische Versorgungsfähigkeit, den Energiesektor und kritische Infrastruktur.
„Die Unterstützung für die Ukraine ist unerschütterlich und trägt wesentlich zur Stärkung der gesellschaftlichen Widerstandsfähigkeit bei. Die Unterstützung richtet sich hauptsächlich auf Bereiche, in denen wir die Kompetenz der Behörde mit den Bedürfnissen der Ukraine abgleichen können. Auf diese Weise erzielen wir die größte Wirkung pro ausgegebener Krone", sagt Mikael Frisell, Generaldirektor der Behörde für zivilen Schutz und Bereitschaft.
Laut Behörde wird das neue Projektbüro in Kiew von Business Sweden angemietet und soll als Sammelpunkt für Mitarbeiter dienen, die in der Ukraine tätig sind. Das Personal bezog die Räumlichkeiten im August 2026.
„Unser neues Projektbüro ist ein enormer Gewinn und ein wichtiges Signal dafür, dass wir vor Ort in der Ukraine sind und so lange bleiben werden, wie es notwendig ist. Das Büro wird ein Sammelpunkt sein, der eine effizientere Zusammenarbeit zwischen schwedischen Akteuren vor Ort in der Ukraine und unseren ukrainischen Partnern ermöglicht", sagt Christian Wåhlstedt, Sektionsleiter der Sektion für zivile Unterstützung der Ukraine.
Die Behörde gibt an, dass die lokale Präsenz die bilateralen Beziehungen zwischen Schweden und der Ukraine stärkt und eine strukturierte Arbeit mit gegenseitigem Erfahrungsaustausch zwischen den Ländern ermöglicht.
Laut der Statistik der Behörde für den Zeitraum 2022 bis 2026 umfasst die Unterstützung 438 durchgeführte oder laufende Einsätze, 1.545 Lastwagen mit gespendetem Material, 208 spendende Akteure, 281 entsandte Experten, 293 evakuierte Patienten, 1.699 Tonnen gespendetes Material, 3.000 rescEU-Notunterkünfte sowie 130 ausgebildete medizinische Ausbilder.

