Schwedische Kampfpilotenabsolventen wurden erstmals bei einer Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Galatina (Süditalien) mit italienischen Pilotenflügeln ausgezeichnet. Der Abschlusstag markiert einen Wandel in der Ausbildung von Kampfpiloten, nachdem Teile davon nach Italien verlagert wurden, als das Schulflugzeug SK 60 außer Dienst gestellt wurde.
Die Ausbildung beginnt in Schweden auf dem Schulflugzeug SK 40 und wird an den internationalen Flugschulen der italienischen Luftwaffe abgeschlossen. Gleichzeitig nehmen schwedische Fluglehrer gemeinsam mit Kollegen aus anderen Ländern vor Ort in Italien an der Ausbildung teil.
– Es ist ein großer Moment für die Luftwaffe, wenn unsere ersten schwedischen Kampfpiloten nun ihre italienischen Pilotenflügel erhalten – das markiert eine Zeitenwende. Wir sind sehr stolz auf ihre Leistungen, sagt Carl Bergqvist, Kommandeur der Luftkampfschule (Luftstridsskolan), in einer Pressemitteilung der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten).
Die Zeremonie wurde gemeinsam mit 18 weiteren Pilotenabsolventen aus Italien, Singapur und Griechenland durchgeführt. Laut den Schwedischen Streitkräften haben die schwedischen Absolventen während der Ausbildung sehr gute Ergebnisse erzielt.
– Ich bin sehr beeindruckt von der Ausdauer und dem Kampfgeist der Absolventen in einer zeitweise sehr anspruchsvollen Ausbildung und einer für uns völlig neuen Umgebung, sagt Ola Höglund, Kommandeur der Flugschule (Flygskolan).
Die Schwedischen Streitkräfte heben zudem hervor, dass das internationale Ausbildungskonzept zu frühen Erfahrungen in der NATO-Zusammenarbeit beiträgt und Personal in Schweden für den aktiven Dienst in den Kampffliegerdivisionen freisetzt.

