Die Regierung schlägt vor, dass der Reichstag grünes Licht gibt, bis zu 1.200 schwedische Soldaten im Jahr 2026 in Finnland einzusetzen. Der Verband soll zur vorgeschobenen militärischen Präsenz der NATO (North Atlantic Treaty Organization) im Land beitragen, als Teil der Abschreckung und Verteidigung des Bündnisses in Nordeuropa. Dies teilt die schwedische Regierung mit.

Gemäß dem Gesetzentwurf plant Schweden, rund 600 Soldaten beizustellen, wobei der Verband bei Bedarf auf höchstens 1.200 Personen aufgestockt werden können soll. Der Verband soll von Boden (Nordschweden, bedeutender Garnisonsstandort) aus operieren und in Schweden, Finnland und Norwegen eingesetzt werden können. Ein multinationaler Stab ist in Rovaniemi im Norden Finnlands geplant.

Schweden wird die sogenannte Rahmennation für den Einsatz sein, was die Verantwortung für die Aufstellung und Führung der multinationalen Kampfgruppe gemeinsam mit Finnland und anderen NATO-Verbündeten umfasst. Mehrere Länder, darunter Dänemark, Frankreich, Norwegen und Großbritannien, haben angekündigt, dass sie zur Truppe beitragen können.

Die Regierung ist der Auffassung, dass eine gestärkte militärische Präsenz in der Region die Schwelle für einen möglichen Angriff erhöhen und zur Stabilität in Nordeuropa beitragen soll.

Sollte der Reichstag dem Vorschlag zustimmen, gilt das Mandat bis zum 31. Dezember 2026. Die Regierung geht davon aus, dass die Kosten im Rahmen des bestehenden Budgets der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) gedeckt werden können.

NDS hat zuvor berichtet über Schwedens führende Rolle in der multinationalen NATO-Truppe FLF (Forward Land Forces) Finnland.