– Dies zeigt, dass Schweden eine aufstrebende Raumfahrtnation ist und dass Schwedens Verteidigungsfähigkeiten modernisiert werden. Dies ist nur der erste Schritt auf unserer Weltraumreise, und wir freuen uns darauf, die Weltraumfähigkeiten der Streitkräfte weiter wachsen zu sehen, sagt Verteidigungsminister Pål Jonson (M) in einer Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums.
Der Satellit ist Teil des Weltraumprogramms der Schwedischen Streitkräfte, in dessen Rahmen weitere Projekte in Vorbereitung sind. Der schwedisch-dänische Demonstrationssatellit Bifrost soll im Sommer 2025 gestartet werden, um taktische Aufklärung und KI-gestützte Datenverarbeitung im Weltraum zu erproben. Heimdall, ein weiterer Aufklärungssatellit, ist für einen Start vom Esrange Space Center in Kiruna (Nordschweden) in den Jahren 2027 oder 2028 geplant. Der Start von GNA-3 erfolgte in Zusammenarbeit zwischen den Schwedischen Streitkräften, der Swedish Space Corporation (SSC), der Schwedischen Verteidigungsforschungsanstalt (Totalförsvarets forskningsinstitut, FOI) und der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (Försvarets materielverk, FMV).
Um Schwedens Kapazitäten für den Betrieb im Weltraum zu stärken, hat die Regierung für den Zeitraum 2024–2032 eine Milliarde Schwedische Kronen bereitgestellt. Der im Oktober 2024 bekanntgegebene Beschluss zielt darauf ab, die Infrastruktur am Esrange Space Center in Kiruna (Nordschweden) auszubauen und eine nationale Startkapazität zu entwickeln.
– Schweden verfügt mit seiner geostrategischen Lage, seiner Wissensbasis und seiner Weltrauminfrastruktur über einzigartige Möglichkeiten und Fähigkeiten. Mit dieser Initiative stärken wir unsere Rolle als führende Raumfahrtnation, sagte Pål Jonson anlässlich des Regierungsbeschlusses im Oktober 2024.
Im Dezember 2024 schloss die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) einen Vertrag mit der SSC, um eine Grundkapazität für Satellitenstarts vom Esrange Space Center aufzubauen. Dies ist Teil eines langfristigen Plans, der es Schweden ermöglichen soll, eigene Militärsatelliten von schwedischem Territorium aus zu starten.
– Dies ist ein wichtiger Schritt in unserem Bestreben, eine führende Fähigkeit zum Start von Satelliten vom europäischen Festland aus zu etablieren. Es wird von großer Bedeutung für Schweden sowie für die NATO und Europa sein, sagte Charlotta Sund, Geschäftsführerin der SSC, anlässlich der Unterzeichnung des Vertrags mit der FMV.

