Schwedens neues nationales mobiles Warnsystem SE-Alert wurde am 7. September in den Provinzen Stockholm und Gotland getestet. Der Test fand um 15:00 Uhr statt, parallel zum vierteljährlichen Test des Außenwarnsystems, das als Hesa Fredrik bekannt ist.

– Dieses neue Warnsystem stärkt den Schutz der Zivilbevölkerung in einer Zeit erheblicher Unsicherheit, erklärte der Minister für Zivilschutz, Carl-Oskar Bohlin, in einer Pressemitteilung der Regierung.

Laut einer Pressemitteilung der schwedischen Behörde für Zivilschutz und Resilienz (Myndigheten för civilt försvar, MCF) wurde der regionale Test in Zusammenarbeit mit den Landesverwaltungsämtern von Stockholm und Gotland, der schwedischen Post- und Telekombehörde (Post- och telestyrelsen, PTS) sowie SOS Alarm durchgeführt.

SE-Alert sendet eine wichtige Mitteilung an die Öffentlichkeit, in Schweden bekannt als VMA (Viktigt meddelande till allmänheten), direkt an Mobiltelefone innerhalb eines festgelegten geografischen Gebiets. Dafür ist weder eine App noch eine Registrierung oder eine Internetverbindung erforderlich. Auf kompatiblen Geräten löst der Alarm ein lautes Signal und eine Vibration aus, selbst wenn sich das Telefon im lautlosen Modus befindet.

Das System nutzt Cell-Broadcast-Technologie und kann mobile Nutzer innerhalb von Sekunden erreichen, ohne den normalen Mobilfunkverkehr zu belasten. Beim Start waren schätzungsweise 90 bis 95 Prozent der schwedischen Mobiltelefone kompatibel, während das System etwa 95 Prozent der Landesfläche abdeckte.

SE-Alert nahm am 1. Juli 2026 den Betrieb auf und wird weiteren Tests und Weiterentwicklungen unterzogen. Es ergänzt die bestehenden VMA-Kanäle, darunter Radio, Fernsehen, Apps und das Außenwarnsystem.