Schweden und die Ukraine haben eine Zusammenarbeit vereinbart, die die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberbedrohungen stärken soll. Das Abkommen, das eine Laufzeit von fünf Jahren hat, konzentriert sich auf den Kapazitätsaufbau und den Erfahrungsaustausch über russische Angriffsmethoden. Die Unterzeichnung fand im Rahmen der Sicherheitskonferenz in München statt.

– Schweden steht an der Seite der Ukraine und wir werden sie so lange unterstützen, wie es erforderlich ist. Durch das nun unterzeichnete Abkommen wird Schweden auch zur Widerstandsfähigkeit der Ukraine im Bereich der Cybersicherheit beitragen können, während wir gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern weiter stärken, sagt der Minister für Zivilverteidigung Carl-Oskar Bohlin in einer Pressemitteilung.

Die Zusammenarbeit ermöglicht es Schweden, zum Kapazitätsaufbau in der Ukraine beizutragen. Dies umfasst Ausbildung, Übungen, Methodenunterstützung sowie sicheren Informationsaustausch, um die Fähigkeit zur Abwehr russischer Cyberangriffe zu stärken.

Das Abkommen gibt der Ukraine auch die Möglichkeit, Erfahrungen aus dem Umgang mit fortgeschrittenen russischen Cyberangriffen zu teilen. Diese Erkenntnisse sollen langfristig die Bereitschaft und Fähigkeit Schwedens verbessern, kritische gesellschaftliche Infrastruktur zu schützen.

Die Unterzeichnung fand am 12. Februar in Deutschland statt. Formal wird die Zusammenarbeit zwischen dem Nationalen Cybersicherheitszentrum beim Schwedischen Militärischen Nachrichtendienst (FRA – Försvarets radioanstalt) und dem ukrainischen Staatlichen Dienst für Sonderkommunikation und Informationsschutz der Ukraine (SSSCIP – State Service of Special Communications and Information Protection of Ukraine) geschlossen.