Das Abkommen zielt auf eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigungsmaterial, Entwicklung, Innovation und Verteidigungsindustrie ab.
– Die neue Absichtserklärung über militärtechnische Zusammenarbeit führt unsere bereits enge Kooperation weiter, sagt Verteidigungsminister Pål Jonson in einer Pressemitteilung der schwedischen Regierungskanzlei.
Auch Polens stellvertretender Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz betont, dass das Abkommen eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften und Industrien beider Länder bedeutet.
– Das bedeutet neue Fähigkeiten, neue Kompetenzen – die beste Zusammenarbeit, sagt er in einer Pressemitteilung des polnischen Verteidigungsministeriums.
Schweden hat JAS 39 Gripen-Kampfflugzeuge sowie Personal zu NATO-geführten Luftverteidigungseinsätzen in Polen im Jahr 2025 beigetragen. Die Aufträge umfassen sowohl Luftraumüberwachung als auch den Schutz von Logistikknotenpunkten im Zusammenhang mit der Unterstützung der Ukraine.
Schweden und Polen schlossen im November 2024 eine strategische Partnerschaft mit Schwerpunkt auf Sicherheit und Verteidigung. Das Abkommen umfasst unter anderem eine verstärkte militärische Zusammenarbeit in der Ostseeregion, die gemeinsame Entwicklung von Verteidigungstechnologie sowie die Unterstützung der Ukraine. Die Partnerschaft beinhaltet auch ein gemeinsames Bekenntnis zur Abwehr russischer Sicherheitsbedrohungen, einschließlich Maßnahmen gegen Sanktionsverstöße und hybride Einflussnahme.
Die Verteidigungsindustrie wird in der neuen Absichtserklärung als Schwerpunktbereich hervorgehoben, mit Ambitionen für gemeinsame Forschung, Innovation und Entwicklung neuer Technologien. Schwedische Verteidigungsunternehmen haben in den vergangenen Jahren mehrere umfangreiche Verträge mit Polen abgeschlossen, über die Försvarssektorn Nyheter mehrfach berichtet hat.
Saab hat Aufträge für Granatgewehre des Typs Carl-Gustaf einschließlich Munition und Trainingsausrüstung in einem Vertrag im Wert von 12,9 Milliarden schwedischen Kronen erhalten, sowie zwei Radaraufklärungsflugzeuge vom Typ Saab 340 AEW (Airborne Early Warning) für 600 Millionen Kronen. Darüber hinaus werden zwei Signalaufklärungsschiffe für rund 6,7 Milliarden Kronen gebaut, und Bertin Exensor hat sein Bodensensorsystem Flexnet im Wert von 40 Millionen Euro geliefert.

