Die schwedische Regierung hat Schwedens erste nationale Strategie für Versorgungssicherheit beschlossen. Die Strategie soll eine gemeinsame Ausrichtung dafür geben, wie öffentliche und private Akteure innerhalb der Gesamtverteidigung die Fähigkeit des Landes stärken sollen, Versorgungsströme bei Krisen, erhöhter Bereitschaft und Krieg aufrechtzuerhalten.
In einer Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums (Försvarsdepartementet) beschreibt die Regierung drei übergeordnete Ziele: Schweden soll in der Lage sein, Versorgungsströme aufrechtzuerhalten, Marktstörungen auszugleichen und Ressourcen bei Mangelsituationen zu priorisieren. Die Strategie umfasst 19 vorrangige Maßnahmen, darunter eine gestärkte Kontinuitätsplanung, eine weiterentwickelte Bevorratung, verbesserten Informationsaustausch zwischen öffentlichen und privaten Akteuren sowie eine ausgeweitete Zusammenarbeit innerhalb des Nordens, der EU und der NATO (North Atlantic Treaty Organization).
"Ein robustes Schweden setzt voraus, dass Versorgungsströme im Falle erhöhter Bereitschaft und Krieg funktionieren. Das erfordert, dass öffentliche und private Akteure Verantwortung übernehmen und planen, um ihre Tätigkeiten auch unter sehr schwierigen Bedingungen aufrechterhalten zu können. Die nationale Strategie gibt eine klare Ausrichtung vor und benennt die Maßnahmen, die priorisiert werden müssen, um Schwedens Versorgungssicherheit zu stärken", sagt der Minister für zivile Verteidigung, Carl-Oskar Bohlin, in der Pressemitteilung.
Laut der Strategie ist eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und öffentlichen Akteuren eine grundlegende Voraussetzung für die Versorgungssicherheit. Die Regierung hebt zugleich hervor, dass diese Arbeit Teil der Umsetzung des Gesamtverteidigungsbeschlusses (totalförsvarsbeslutet) für den Zeitraum 2025 bis 2030 ist. Die Strategie soll als Leitfaden für Behörden, Kommunen, Regionen und die Wirtschaft bei den weiteren Arbeiten zur Stärkung des zivilen Verteidigung dienen.

