– Wir sind unglaublich erfreut, diese historischen Kooperationen bekanntgeben zu können. Mit Firefly und Perigee werden wir hier in Europa eine erhebliche Steigerung dieser weltweit begehrten Fähigkeit anbieten können. Dies wird nicht nur die Stellung der SSC auf dem globalen Raumfahrtmarkt stärken, sondern hat auch enorme Bedeutung für unsere moderne Gesellschaft, die vollständig auf Satelliten angewiesen ist, um zu funktionieren, sagt Charlotta Sund, Geschäftsführerin und Konzernchefin der SSC, in der Pressemitteilung.
Die von der SSC unterzeichneten Verträge wurden mit dem amerikanischen Unternehmen Firefly Aerospace und dem koreanischen Unternehmen Perigee Aerospace geschlossen, um Satellitenstarts vom Raumfahrtzentrum Esrange anzubieten. Die Zusammenarbeit bedeutet eine gesteigerte Fähigkeit Europas, Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen. Der erste Start ist für 2025 geplant.
Die Fähigkeit, Satelliten zu starten, hat auf dem europäischen Festland lange gefehlt, und mit dieser neuen Kapazität wird Esrange voraussichtlich zu einem zentralen Akteur in der europäischen Raumfahrtindustrie werden, schreibt die SSC.
– Die schwedische Raumdiplomatie wird auf unserer Möglichkeit aufbauen, Satelliten von unserem eigenen Territorium aus in die Umlaufbahn zu bringen – eine Fähigkeit, über die wir als einziges Land im kontinentalen EU-Raum verfügen, schreibt Außenminister Tobias Billström (Moderate Sammlungspartei) auf X (ehemals Twitter), und fährt fort:
– Wir stehen vor einem fantastischen Durchbruch, da Schweden nun ernsthaft den Schritt unternimmt, unser Land als Raumfahrtnation zu etablieren.
Die Rakete Alpha von Firefly wurde bei mehreren früheren Starts in den USA eingesetzt und kann eine Nutzlast von 1.030 kg in eine niedrige Umlaufbahn von etwa 300 km befördern. Die Rakete Blue Whale 1 von Perigee ist 21 Meter lang und hat die Kapazität, eine Nutzlast von 200 kg in eine sonnensynchrone Umlaufbahn in 500 km Höhe zu bringen.
– Wir haben Kontakt zu Raketenunternehmen auf der ganzen Welt aufgenommen, um nach Kooperationspartnern zu suchen, die zu unserem geplanten Geschäftsmodell für kommerzielle, institutionelle und verteidigungsorientierte Zusammenarbeiten passen. Nun ist das letzte Puzzlestück endlich an seinem Platz, sagt Lennart Poromaa, Standortleiter der SSC-Raumfahrtbasis Esrange in Kiruna (Nordschweden), in der Pressemitteilung.

