Die Regierung hat beschlossen, dass Schweden an der britisch geführten Operation Highmast teilnehmen wird, einem multinationalen Einsatz in der indopazifischen Region. Der Beitrag der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) besteht zunächst aus einem Stabsoffizier an Bord eines Kriegsschiffes. Bei Personalrotation können bis zu zwei schwedische Offiziere gleichzeitig während des Einsatzes dienen, der bis Ende 2025 andauert.

Operation Highmast wird vom britischen Flugzeugträger HMS Prince of Wales geleitet und vereint Militärpersonal aus 13 Ländern. Der acht Monate dauernde Einsatz umfasst Übungen und Hafenbesuche in Ländern wie den USA, Indien, Singapur und Malaysia. Ziel ist es, die regionale Sicherheit zu stärken und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Ländern zu vertiefen.

– Es liegt im Interesse Schwedens, die verteidigungspolitische Zusammenarbeit mit Partnerländern in der indopazifischen Region zu stärken. Dies erhöht unsere Aktivität und gibt uns die Möglichkeit, neue Kenntnisse über die sicherheitspolitische Dynamik in der Region zu gewinnen, sagt Verteidigungsminister Pål Jonson in einer Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums.

Der schwedische Einsatz erfolgt im Rahmen der verteidigungspolitischen Leitlinie für die Zusammenarbeit mit Partnerländern in der Region, die von der Regierung im Sommer 2024 beschlossen wurde. Militärische Präsenz ist einer von drei Prioritätsbereichen der Leitlinie, neben verteidigungspolitischen Beziehungen sowie der Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigungsmaterial, Innovation und Technologie.

Die britische Trägerstreitkraftgruppe soll Portsmouth am 22. April verlassen und beginnt den Einsatz mit Übungen im Mittelmeer unter NATO-Führung. Anschließend setzt die Einheit ihren Kurs in Richtung Pazifik fort, wo sie unter anderem an der Exercise Talisman Sabre gemeinsam mit 19 Partnernationen teilnimmt.

Die Trägerstreitkraftgruppe wird von HMS Prince of Wales angeführt und umfasst unter anderem zwei britische Staffeln mit F-35B sowie mehrere Schiffe und U-Boote. Mehrere Länder leisten ebenfalls Materialbeiträge; so beteiligt sich Norwegen während des gesamten Zeitraums mit einer Fregatte sowie mit dem Versorgungsschiff KNM Maud auf Teilen der Route.