Schweden und Polen haben heute eine strategische Partnerschaft unterzeichnet, die sich auf eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung sowie auf Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit in der Ostseeregion konzentriert.

Ministerpräsident Ulf Kristersson (M) und Polens Ministerpräsident Donald Tusk unterzeichneten das Abkommen auf Harpsund – dem schwedischen Regierungssitz – das den gemeinsamen Bedarf hervorhebt, der von Russlands Aggression gegen die Ukraine ausgehenden Sicherheitsbedrohung zu begegnen.

Kristersson beschreibt die Zusammenarbeit als zentralen Bestandteil der Bemühungen zur Stärkung der Sicherheit im Ostseeraum. Eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung im weiteren Sinne ist der Grundpfeiler der erneuerten strategischen Partnerschaft zwischen Polen und Schweden. Wir beabsichtigen, gemeinsam daran zu arbeiten, die Sicherheit in der Ostseeregion zu stärken und die von Russland ausgehende Bedrohung zu bewältigen, so der Ministerpräsident.

Die Partnerschaft zielt darauf ab, die militärische Präsenz in der Ostseeregion zu stärken, die NATO-Zusammenarbeit zu verbessern und gemeinsame Verteidigungsfähigkeiten zu entwickeln. Unter anderem sollen Schweden und Polen daran arbeiten, die NATO-Streitkräfte und Verteidigungspläne zu optimieren sowie die Zusammenarbeit im Bereich Cyberverteidigung und hybride Kriegsführung zu vertiefen. Die Länder haben sich zudem darauf geeinigt, gemeinsam daran zu arbeiten, die Sanktionen gegen Russland aufrechtzuerhalten und Möglichkeiten zur Umgehung von Sanktionen zu unterbinden.

Die Verteidigungsindustrie wird als ein Bereich hervorgehoben, in dem Schweden und Polen Potenzial für eine tiefere Zusammenarbeit sehen. Zu den Initiativen gehören gemeinsame Forschung, Innovation und die Entwicklung verteidigungsbezogener Technologien.

Schwedische Verteidigungsunternehmen haben in den vergangenen Jahren mehrere umfangreiche Verträge mit Polen abgeschlossen. Saab hat Granatgewehre des Typs Carl-Gustaf einschließlich Munition und Trainingsausrüstung im Rahmen eines Vertrags im Wert von 12,9 Milliarden Schwedischen Kronen geliefert sowie zwei Radaraufklärungsflugzeuge vom Typ Saab 340 AEW (Airborne Early Warning) für 600 Millionen Schwedische Kronen. Darüber hinaus werden zwei Signalaufklärungsschiffe für rund 6,7 Milliarden Schwedische Kronen gebaut, und Bertin Exensor hat sein Bodensensorsystem Flexnet im Wert von 40 Millionen Euro geliefert.

Die Partnerschaft bekräftigt auch das gemeinsame Bekenntnis der Länder zur Unterstützung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine. Dies umfasst die Fortsetzung militärischer Unterstützung, Ausbildung und wirtschaftlicher Hilfe. Schweden und Polen bekunden zudem ihre Unterstützung für die langfristige Euro-Atlantische Integration der Ukraine.