Eine neue Studie der Schwedischen Verteidigungshochschule (Försvarshögskolan) und der Universität Uppsala zeigt, dass das Gefühl nationaler Zusammengehörigkeit und kulturellen Stolzes die Bereitschaft stärkt, Schweden zu verteidigen, während ethnischer Nationalismus dies nicht tut.

Die Studie basiert auf einer Umfrage unter etwas mehr als 2.000 Schweden und knapp 2.000 Dänen. Die Forscher stellten fest, dass die Verbundenheit mit der Nation, der Stolz auf die schwedische Kultur und eine staatsbürgerliche Sichtweise auf die schwedische Identität eine positive Wirkung haben. Hingegen zeigen Personen mit einer „Mein Land, recht oder unrecht"-Haltung eine geringere Verteidigungsbereitschaft als andere.

– Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass es nicht allein um Loyalität gegenüber dem Staat oder seinen Symbolen geht, sondern um eine Kombination aus emotionaler Verbundenheit, kulturellem Stolz und Gemeinschaftsgefühl, sagt Ralph Sundberg, Dozent für Kriegswissenschaft an der Schwedischen Verteidigungshochschule (Försvarshögskolan).

Die Forscher betonen, dass nationale Identität vielschichtig ist und in Bezug auf die Bereitschaft, das Land zu verteidigen, in verschiedene Richtungen wirken kann. Für das Gesamtverteidigungskonzept (Totalförsvar) liefert dies ein differenzierteres Bild davon, welche Gefühle und Werte beim Aufbau einer umfassenden Verteidigungsfähigkeit eine Rolle spielen.