Die norwegische Verteidigungsindustrie erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von 46,4 Milliarden norwegischen Kronen – ein Anstieg von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies zeigt die jährliche Statistik des Norwegischen Verteidigungsforschungsinstituts (FFI – Forsvarets forskningsinstitutt), die im Auftrag des norwegischen Verteidigungsministeriums und des Branchenverbands Forsvars- og Sikkerhetsindustriens Forening (FSi) erstellt wird.

Die norwegischen Exporte von Verteidigungsmaterial stiegen um 40 Prozent auf 18,8 Milliarden Kronen, wovon knapp eine Milliarde an die Ukraine ging. Die USA blieben das größte Empfängerland, gefolgt von mehreren anderen NATO-Mitgliedstaaten.

Gleichzeitig stiegen die Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) deutlich an. Die verteidigungsbezogene F&E wuchs im Jahresverlauf um 87 Prozent, wobei die eigenfinanzierte F&E um 77 Prozent und die fremdfinanzierte F&E um 92 Prozent zunahm. Dies deutet auf einen klaren Trend hin zu verstärkten Technologieinvestitionen.

Der Auftragsbestand der Industrie erreichte Rekordniveau und belief sich auf über 141 Milliarden Kronen – mehr als das Dreifache des Jahresumsatzes. Die vier größten Unternehmen entfielen auf 70 Prozent des gesamten Verteidigungsumsatzes. Auch die Beschäftigung wuchs erheblich.

Der diesjährige Bericht basiert auf Daten von 91 Unternehmen, was 21 mehr als im Vorjahr sind. Laut FFI ist diese Entwicklung ein deutliches Zeichen dafür, dass die Industrie sowohl in der Breite als auch in der Tiefe wächst – mit höheren Exporten, gesteigerten F&E-Investitionen und zunehmender internationaler Integration.