Die in Schweden ausgebildeten ukrainischen Besatzungen sind in der Ukraine eingetroffen. Die Ausbildung fand parallel zur größten Übung der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) seit 30 Jahren sowie zur Grundausbildung schwedischer Wehrpflichtiger statt. In einer Pressemitteilung der Schwedischen Streitkräfte befragt die Behörde drei Personen zur Ausbildung, darunter Armeechef Jonny Lindfors.

– Wir haben ihnen alles gegeben, was wir konnten – gutes Material und fundiertes Wissen. Nun wünschen wir ihnen alles Gute bei der Befreiung ihres Landes, sagt Mats Ludvig, Operationschef des Armeestabs, in der Pressemitteilung.

– Diese Ausbildung sollte im Wesentlichen zeitgleich mit der größten Übung der Schwedischen Streitkräfte seit 30 Jahren stattfinden, aber auch mit einem vollständigen Grundausbildungsjahrgang für Wehrpflichtige. Das erforderte sorgfältige Planung und große Opferbereitschaft unserer Mitarbeiter, die als Ausbilder fungieren sollten. Gemeinsam haben wir das gelöst, und ich bin beeindruckt von unserem Personal und davon, wie gut die Ausbildung durchgeführt wurde, fährt Mats Ludvig fort.

Schwedische Ausbilder und ukrainische Soldaten. Foto: Schwedische Streitkräfte (Försvarsmakten)

Ebenso beeindruckt ist der Ausbilder und Panzeroffizier Erik, der während mehrerer intensiver Frühsommerwochen an der Ausbildung der ukrainischen Panzerbesatzungen beteiligt war.

– Es ist eine Erfahrung, die ich mit mir tragen werde – ausbilden zu dürfen, wenn es nicht ernster oder wichtiger werden kann. Hier muss es gut werden, und das in kurzer Zeit. Da schärft man sich und setzt alle pädagogischen Mittel ein, damit die Ausbildung so optimal wie möglich wird – unabhängig davon, ob die Auszubildenden zuvor Bergarbeiter oder Panzerschützen waren. Seit einiger Zeit sind die Panzer nun in der Ukraine im Einsatz.

Erik und seine Kollegen verfolgen deren Fortschritte und Erfolge so gut es geht über verschiedene soziale Medien.

– Wir hoffen natürlich, dass es so gut wie möglich läuft, dass die Voraussetzungen so günstig wie möglich sind und dass das System wie vorgesehen eingesetzt wird – gemeinsam mit schwedischen Kampffahrzeugen, damit die Wirkung optimal ist, sagt Erik gegenüber der Behörde.

Von Schwedens ehemals 120 Panzern wurde nun also etwa ein Zehntel an die Ukraine gespendet.

– Es ist absolut die richtige Entscheidung, diese Panzer zu spenden, davon bin ich überzeugt. Dass dies die Fähigkeiten der Armee beeinträchtigt, liegt auf der Hand. Daher müssen diese Panzer so schnell wie möglich ersetzt werden – und darüber hinaus müssen weitere beschafft werden. Andernfalls wird die Armee die Wachstumsziele des Verteidigungsbeschlusses von 2020 nicht erfüllen können, noch die Anforderungen, die eine NATO-Mitgliedschaft an uns stellt, sagt Armeechef Jonny Lindfors in der Mitteilung.

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