Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und Polens Ministerpräsident Donald Tusk haben Camp Jomsborg im Südosten Polens besucht, ein Ausbildungszentrum, in dem ukrainische Soldaten für den Fronteinsatz trainiert werden. Die Ausbildung wird von Instruktoren aus den nordischen und baltischen Ländern geleitet, wie aus Pressemitteilungen sowohl Norwegens als auch Polens hervorgeht.
– In den vergangenen vier Jahren hat das ukrainische Volk für Freiheit und Demokratie gekämpft. Hier erhalten die Soldaten eine Ausbildung, die direkt auf die Bedürfnisse der Ukraine zugeschnitten ist, was eine wichtige Unterstützung in ihrem Kampf darstellt, sagte Støre in der Pressemitteilung.
Die Ausbildung wird von Norwegen in enger Zusammenarbeit mit Polen sowie den übrigen nordischen und baltischen Ländern geleitet. Sie umfasst sowohl Training als auch Ausrüstung für zwei Brigaden der ukrainischen Streitkräfte.
Die Ministerpräsidenten hielten zudem ein bilaterales Treffen ab und betonten die enge Verteidigungs- und Sicherheitskooperation zwischen Norwegen und Polen, die auch Energie, Handel und strategische Beziehungen einschließt. Darüber hinaus wurde die geopolitische Lage entlang der östlichen und nördlichen Flanke der NATO erörtert.
– Dieser Übungsplatz (Camp Jomsborg) ist ein Symbol für die Zusammenarbeit zwischen Ländern in dem neuen Format, an dem wir seit mehreren Monaten gearbeitet haben. Wir Polen wissen, wie wichtig es ist, die Verteidigungskooperation an der östlichen und nördlichen Flanke der NATO zu stärken, kommentierte Polens Ministerpräsident Donald Tusk in der Pressemitteilung.
Operation Legio basiert auf einem Abkommen vom Oktober 2025 zwischen Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen, Schweden und der Ukraine. Das Abkommen ermöglicht den Aufbau ukrainischer Brigaden nach modernen Standards und NATO-Grundsätzen.

