Im Falle erhöhter Bereitschaft und äußerstenfalls Krieg ist es eine zentrale Aufgabe der Zivilverteidigung, die Zivilbevölkerung zu schützen. Ein bewaffneter Angriff auf Schweden mit Kriegshandlungen auf unserem Territorium würde die Zivilbevölkerung auf vielfältige Weise stark belasten. Daher ist eine Planung erforderlich, wie die Zivilbevölkerung geschützt werden kann. Die Untersuchung ist zu folgenden Ergebnissen gekommen:
Die Verfügbarkeit von Schutzräumen in Schweden ist gut, jedoch ist eine gründliche Überprüfung der bestehenden Schutzräume erforderlich, um Mängel und Defizite zu erkennen und zu beheben. Es besteht auch Bedarf an einem gewissen Neubau.
Die zuständigen Behörden – die Zivilschutz- und Resilienzagentur (MSB, Myndigheten för samhällsskydd och beredskap), die Länsverwaltungen sowie sämtliche Kommunen des Landes – müssen über einen klaren Plan für die Durchführung von Evakuierungen mit anschließender Unterbringung an einem anderen Ort verfügen.
Es soll eine staatliche Bereitschaftsorganisation eingerichtet werden, die den kommunalen Rettungsdienst verstärken kann. Die Zivildienstpflicht muss reaktiviert werden, und die staatliche Bereitschaftsorganisation soll mit Zivildienstpflichtigen besetzt werden.
SOU 2022:57 – Ein gestärkter Schutz für die Zivilbevölkerung bei erhöhter Bereitschaft Obwohl ein Großteil der Zivilverteidigung über viele Jahre abgebaut wurde, gibt es in Schweden noch immer mehr als 64.000 Schutzräume mit Platz für 7 Millionen Personen. Dies ist im weltweiten Vergleich eine einzigartig hohe Zahl und ein wichtiges Gut für die Zivilverteidigung.
– Die Zivilbevölkerung ist im Zusammenhang mit Krieg stets schwer betroffen, wie wir deutlich in der Ukraine sehen. Die Zivilverteidigung muss in der Lage sein, die Bevölkerung in Schweden zu schützen. Ich freue mich daher darauf, die Vorschläge der Untersuchung in diesem äußerst wichtigen Bereich kennenzulernen, sagt der Minister für Zivilverteidigung Carl-Oskar Bohlin.

