SSC Space und Kuva Space haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um eine strategische Zusammenarbeit zu erkunden. Der Schwerpunkt liegt auf kommerziellen, institutionellen und sicherheitsrelevanten Raumfahrtdienstleistungen, mit besonderem Fokus auf die nordischen Länder. Dies teilen die Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.
– Das Ziel ist es, die komplementären Stärken beider Unternehmen zu nutzen und eine engere finnisch-schwedische Zusammenarbeit im Bereich sicherheitsrelevanter Raumfahrtaktivitäten zu unterstützen, während gleichzeitig die jeweiligen kommerziellen Interessen der Unternehmen gefördert werden. Kuva Space ist eine treibende Kraft auf dem schnell wachsenden und innovativen finnischen Raumfahrtmarkt, sagt Charlotta Sund, Geschäftsführerin und Konzernchefin von SSC Space.
Die Zusammenarbeit soll auf den komplementären Kompetenzen der Unternehmen aufbauen. SSC Space ist unter anderem im Bereich Bodensegment und Raumfahrtoperationen tätig, während Kuva Space Satelliten für hyperspektrale Erdbeobachtung und KI-basierte Analyse entwickelt.
Als Hintergrund der Absichtserklärung wird ein gesteigertes strategisches Interesse an der Raumfahrt in den nordischen Ländern und Europa beschrieben, wo Investitionen in eigene Raumfahrtinfrastruktur und Sicherheit intensiviert worden sind.
– Neue öffentliche Investitionen in nationale Raumfahrtkapazitäten sowie die Bemühungen der EU um eine sicherere und souveränere Raumfahrtinfrastruktur zeigen einen Wandel in der Betrachtung des Sektors: nicht mehr nur als kommerzielles oder wissenschaftliches Feld, sondern als Teil der langfristigen Resilienz und operativen Bereitschaft der Region, schreibt SSC Space in der Pressemitteilung.
Bereits früher in diesem Frühjahr berichtete Nordic Defence Sector (NDS), dass die schwedische Raumfahrt zusätzliche 400 Millionen Schwedische Kronen im Nachtragshaushalt erhält, wovon 386 Millionen an SSC Space gehen.
– Die Investitionen stärken die schwedische Fähigkeit, militärische und zivile Satelliten zu starten, sagte Schwedens Verteidigungsminister Pål Jonson damals.
Im Rahmen der Absichtserklärung sollen die Unternehmen Möglichkeiten zur gemeinsamen Beteiligung an verschiedenen Raumfahrtprogrammen prüfen. Dies umfasst unter anderem die Unterstützung von Satellitenmissionen über Bodenstationen, die Entwicklung von Satellitensystemen und Nutzlasten, die Nutzung von Startinfrastruktur wie dem Esrange Space Center (in Nordschweden gelegen) sowie die Analyse von Daten für die Aufklärung über Land und Meer.

