Die Swedish Space Corporation (SSC) und ICEYE haben eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) unterzeichnet, um eine vertiefte Zusammenarbeit in raumfahrt- und verteidigungsbezogenen Bereichen zu prüfen. Das Abkommen wurde beim NATO Arctic Space Forum in Helsinki (Finnland) unterzeichnet.

Laut SSC zielt die Absichtserklärung darauf ab, mögliche Synergien zwischen den Unternehmen bei künftigen Missionen, Satellitenbetrieb und Startkapazitäten zu identifizieren. SSC betont, dass die Zusammenarbeit auf den komplementären Stärken der Partner aufbaut und dazu beitragen soll, nordische und NATO-bezogene Raumfahrtfähigkeiten zu stärken.

– Die Absichtserklärung zwischen SSC und ICEYE zielt darauf ab, eine Zusammenarbeit auf Basis unserer komplementären Stärken zu entwickeln, und steht im Einklang mit der wachsenden Verteidigungskooperation zwischen Schweden und Finnland – auch im Raumfahrtbereich, sagt Charlotta Sund, CEO der Swedish Space Corporation (SSC).

Aus der Pressemitteilung von ICEYE geht hervor, dass die Absichtserklärung darauf ausgerichtet ist, das synthetische Aperturradar (SAR) des Unternehmens mit SSCs globalem Netzwerk von Bodenstationen, operativen Raumfahrtdiensten und künftigem Orbitalzugang zu kombinieren. Ziel ist es, den Aufbau souveräner weltraumgestützter Aufklärungs-, Überwachungs- und Beobachtungsfähigkeiten (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance, ISR) für die nordischen Länder und die nordöstliche Flanke der NATO zu unterstützen.

– Mit dieser Absichtserklärung prüfen wir, wie ICEYEs SAR-Fähigkeiten mit SSCs globalem Bodenstationsnetzwerk und künftigem Orbitalzugang kombiniert werden können. Das Ziel ist es, Konzepte zu untersuchen, die die nordische Zusammenarbeit für Sicherheit und Resilienz stärken und eine zuverlässige ISR-Fähigkeit für die NATO und die nordischen Länder ermöglichen, sagt Pekka Laurila, Chief Strategy Officer (CSO) und Mitgründer von ICEYE.

Beiden Pressemitteilungen zufolge folgt der LOI auf Gespräche beim NATO Arctic Space Forum, bei denen nordische und NATO-angehörige Vertreter den Bedarf an verstärkter Zusammenarbeit zwischen Bündnisländern und der Industrie zur Stärkung weltraumgestützter Sicherheit betonten.