Sechs Verteidigungsstartups aus Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Polen und Frankreich haben im Rahmen des EU-Programms BraveTechEU Fördermittel erhalten. Dies gab der EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt, Andrius Kubilius, am 14. Juli auf X bekannt. Die Unternehmen sollen ihre Verteidigungstechnologien nun in der Ukraine testen und weiterentwickeln.

„Mit kleinen Schritten schaffen die Ukraine und die EU eine zukunftsorientierte Industrieallianz", schreibt Andrius Kubilius, EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt, auf X.

Welche sechs Unternehmen ausgewählt wurden, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Die Ankündigung erfolgte im Zusammenhang mit dem dritten Verteidigungsindustrieforum zwischen der EU und der Ukraine, das laut EU-Kommission am 13. und 14. Juli in Kiew stattfand.

BraveTechEU wurde im Juli 2025 von der EU-Kommission und der Ukraine ins Leben gerufen und wird gemeinsam mit der ukrainischen Verteidigungstechnologieplattform Brave1 betrieben. Laut Kommission umfasst das Programm bis zu 50 Millionen Euro an EU-Mitteln über den Europäischen Verteidigungsfonds (EVF) und das Innovationsprogramm EUDIS (European Union Defence Innovation Scheme), ergänzt durch entsprechende 50 Millionen Euro vom ukrainischen Staat.

Der nächste Schritt im Programm ist eine Test- und Bewertungsphase unter der Leitung der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA). Die Kommission und die EVA unterzeichneten im April 2026 eine Vereinbarung über 35 Millionen Euro für diese Phase, in der die Technologien unter Bedingungen erprobt werden sollen, die dem Krieg in der Ukraine nachempfunden sind.