Die zweite Korvette der neuen finnischen Pohjanmaa-Klasse ist nun in Raumo (Rauma, Südwestfinnland) vom Stapel gelaufen. Damit befinden sich sämtliche vier Schiffe des finnischen Squadron 2020-Programms gleichzeitig im Bau, wie aus Pressemitteilungen der finnischen Verteidigungsstreitkräfte (Puolustusvoimat) und von Rauma Marine Constructions (RMC) hervorgeht.
Das Projekt der Pohjanmaa-Klasse schreitet mit dem Ziel voran, bis 2029 vier Schiffe fertigzustellen. Die Schiffe sollen schrittweise in Dienst gestellt werden.
"Dies ist ein wichtiger Moment, nicht nur für die Marine, sondern auch für die finnische Marineindustrie. Es ist erfreulich, dass sich nun alle vier Schiffe im Bau befinden, von denen zwei bereits vom Stapel gelaufen sind", sagt Marinechef Tuomas Tiilikainen in der Pressemitteilung.
"Obwohl das Projekt anspruchsvoll war und einige kleinere Verzögerungen mit sich brachte, haben wir es geschafft, den Zeitplan relativ gut einzuhalten", fügt Tiilikainen hinzu.
Die Korvetten der Pohjanmaa-Klasse sind für die wechselhaften Bedingungen der Ostsee entwickelt worden und werden von RMC und der Tochtergesellschaft RMC Defence Oy gebaut.
"Die Korvetten befinden sich nun in Serienproduktion, und wir repräsentieren damit die höchste Stufe des Schiffbaus. Gleichzeitig muss gesagt werden, dass Systemintegration und Elektroarbeiten sehr anspruchsvoll gewesen sind", sagt RMC-Geschäftsführer Mika Nieminen in der Pressemitteilung des Unternehmens.
Die Korvetten sind so konstruiert, dass sie in der Ostsee operieren können, auch unter winterlichen Bedingungen mit Eisgang. Die Schiffe sollen das Rückgrat der zukünftigen operativen Fähigkeit der finnischen Marine bilden und zwischen 2027 und 2029 schrittweise in Dienst gestellt werden.

