- Wir begrüßen diese Entscheidung und freuen uns nun auf die nächsten Schritte im Prozess. Das Angebot, das auf unserer Sensorlösung Arexis basiert, ist eine ausgezeichnete Wahl, die Deutschlands Bedarf an Fähigkeiten zur elektronischen Kriegsführung für den Eurofighter erfüllt, sagt Anders Sjöberg, Leiter von Saab Deutschland.
Die Pressemitteilung scheint dadurch veranlasst worden zu sein, dass deutsche Medien früher in derselben Woche darüber berichtet hatten. Der Journalist Matthias Gebauer vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel twitterte am 13. Juni, dass das deutsche Verteidigungsministerium Saab gemeinsam mit Helsing für die Elektronische-Kampfführungs-Variante ausgewählt habe. Dies wurde anschließend vom deutschen Behörden Spiegel, der den deutschen öffentlichen Sektor beobachtet, aufgegriffen, der noch am selben Tag einen Artikel veröffentlichte, der sich auf den Twitter-Thread bezog.
Das Unternehmen selbst beschreibt Arexis als „[...] eine modulare Lösung für elektronische Kriegsführung, die auf fortschrittlicher Hard- und Software mit ausgefeilten KI-Algorithmen basiert und dem Nutzer überlegene Fähigkeiten in komplexen elektromagnetischen Umgebungen verleiht." Dies soll unter anderem dazu genutzt werden, feindliche Luftabwehrsysteme zu stören oder auszuschalten (SEAD/DEAD – Suppression/Destruction of Enemy Air Defences).
Im vergangenen Jahr entschied sich Deutschland für die F-35 als primäres Kampfflugzeug. Fünfzehn Eurofighter der deutschen Luftwaffe sollen aufgerüstet werden, um Aufgaben der elektronischen Kriegsführung durchführen zu können. Diese Rolle wurde bisher vom Tornado Electronic Countermeasures and Reconnaissance (ECR) übernommen, in den Saab zuvor verschiedene Systeme integriert hatte, der jedoch nun schrittweise abgelöst werden soll.
Das KI-Verteidigungsunternehmen Helsing, das gemeinsam mit Saab das System liefern soll, hat in Schweden für große Schlagzeilen gesorgt. Vor etwas mehr als zwei Jahren investierte Spotify-Gründer Daniel Ek eine Milliarde schwedische Kronen in das Start-up-Unternehmen und übernahm einen Sitz im Vorstand. Laut der eigenen Pressemitteilung des Unternehmens anlässlich der Eurofighter-Neuigkeit erklärt Mitgründer Gundbert Scherf, dass der Krieg in der Ukraine zeige, dass elektronische Kriegsführung eine entscheidende Rolle in der Kriegsführung gegen gleichwertige Gegner spiele und dass künstliche Intelligenz mittlerweile eine grundlegende Rolle in der modernen elektronischen Kriegsführung einnehme.
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