Saab hat eine neue Anlage für die Radarproduktion im Vereinigten Königreich eröffnet. Die Anlage befindet sich in Fareham, England, und langfristig ist geplant, dass dort 100–150 Mitarbeiter beschäftigt sein werden. Die neue Anlage wird Saabs neue Konfiguration des Radarsystems Giraffe 1X produzieren, die als Deployment Set bezeichnet wird, und die Produktion hat bereits begonnen, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.

2007 erwarb Saab Seaeye Holdings Ltd in Fareham, um sein Produktportfolio im Bereich Unterwasserrobotik zu erweitern. 2011 konsolidierte Saab Teile seiner schwedischen Produktion und Entwicklung von Unterwasserdrohnen und verlagerte den Betrieb nach Fareham. Schweden hat zuvor unter anderem zehn Einheiten des Seaeye Falcon bestellt.

Der Betrieb in der neuen Anlage wird sich auf die Produktion und Integration von Saabs neuer Konfiguration des Radarsystems Giraffe 1X konzentrieren, die als Deployment Set bezeichnet wird. Dies bedeutet, dass Saab die Produktionskapazität für das Radar erhöht. Die Fertigung der ersten Einheiten hat bereits begonnen, so das Unternehmen.

Das Giraffe 1X Deployment Set wurde zu Beginn der Woche anlässlich der großen Verteidigungsmesse DSEI (Defence & Security Equipment International) in London vorgestellt, worüber Försvarssektorn Nyheter bereits berichtet hat. Die neue Konfiguration unterscheidet sich von früheren Versionen unter anderem dadurch, dass sie einfach zu transportieren und schnell zu entfalten sein soll. Das Unternehmen gibt an, dass sie über ein Suchvolumen von 75 Kilometern verfügen soll.

Die britischen Streitkräfte nutzen bereits heute Saabs Radarsystem Giraffe 1X, das Luftverteidigungsradar Giraffe AMB sowie das Artillerieortungssystem Arthur. Langfristig soll der Betrieb zudem ausgeweitet werden, um Wartung und Service der bestehenden Radarsysteme der britischen Streitkräfte durchzuführen, so das Unternehmen.

– Die Eröffnung unserer neuen Produktionsanlage in Fareham ist der jüngste Schritt in Saabs Wachstum im Vereinigten Königreich. Wir schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern tragen auch zu einer neuen einheimischen Fähigkeit für die britische Verteidigungsindustrie bei, sagt Dean Rosenfield, Leiter von Saab UK, in der Pressemitteilung.