Saab hat einen Auftrag im Wert von 1,7 Milliarden Schwedischen Kronen für die Wartung und Modernisierung des Marschflugkörpers TAURUS KEPD 350 erhalten. Der Vertrag, der den Zeitraum 2025 bis 2035 umfasst, beinhaltet ein umfassendes Systemupgrade sowie eine zehnjährige Lebenszykluswartung der TAURUS-Marschflugkörper der deutschen Luftwaffe.

Der Auftrag stammt vom deutschen Unternehmen TAURUS Systems, einem Gemeinschaftsunternehmen zwischen MBDA Deutschland und Saab, nach einer ursprünglichen Bestellung des deutschen Beschaffungsamtes für Verteidigungsmaterial, BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr).

- Der TAURUS KEPD 350 verleiht dem Nutzer die Fähigkeit, Ziele auf große Entfernungen auch unter den anspruchsvollsten Einsatzbedingungen zu bekämpfen. Die neuen Upgrades verschaffen der deutschen Luftwaffe eine erhebliche Fähigkeitssteigerung, sagt Görgen Johansson, Leiter des Saab-Geschäftsbereichs Dynamics, in der Pressemitteilung des Unternehmens.

Der TAURUS KEPD 350 ist ein luftgestützter Marschflugkörper mit einer Reichweite von über 500 km. Der Flugkörper wurde zur Bekämpfung stationärer Ziele entwickelt, darunter Bunker und andere geschützte Zielobjekte.

Auch Schweden hat beschlossen, den TAURUS KEPD 350 zu beschaffen, um den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten) eine weitreichende Angriffsfähigkeit zu verleihen. Gemäß dem Jahresbericht 2024 der Schwedischen Streitkräfte wurde die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV – Försvarets materielverk) beauftragt, das System aus Deutschland zu beschaffen und die Integration in den JAS 39C Gripen für eine anfängliche Einsatzfähigkeit zu bestellen. Eine weitergehende Integration in den JAS 39E Gripen ist für einen späteren Zeitpunkt geplant. Die Lieferung des TAURUS KEPD 350 für den schwedischen Betrieb wird für 2028 erwartet.