Saab hat den Auftrag erhalten, ein neues NATO-Projekt zu leiten, das die Zusammenarbeit im Unterwasserbereich stärken soll. Das Projekt mit dem Namen Allied Underwater Battlespace Mission Network (AUWB-MN) startete am 1. September und zielt darauf ab, einen Standard für den Informationsaustausch zwischen bemannten und unbemannten Systemen auf, unter und über der Wasseroberfläche zu schaffen.

Das von Saab geführte Konsortium unter dem Namen Mangrove soll sowohl eine Referenzarchitektur als auch eine Testumgebung entwickeln. Die Arbeit soll einen schnellen und sicheren Informationsaustausch zwischen verschiedenen Plattformen und Teilstreitkräften ermöglichen, was letztendlich die Fähigkeit der NATO zu koordinierten Marineoperationen verbessern soll.

– Dies ist ein wichtiges Projekt sowohl für uns als auch für die NATO. Die Unterwasserdomäne wird zunehmend strategisch bedeutsam, und unsere Arbeit soll zur erhöhten Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit auf See beitragen, sagt Mats Wicksell, Leiter des Saab-Geschäftsbereichs Kockums (Saabs Marinewerft-Sparte), in einer Pressemitteilung von Saab.

Das Projekt ist Teil der NATO-Initiative Digital Ocean und der Antisubmarine Warfare Barrier Smart Defence Initiative. Es wird von zwölf Ländern unter der Führung Großbritanniens unterstützt, darunter Schweden, die USA, Australien, Spanien, Deutschland, Italien, Portugal, Kanada, die Niederlande, Dänemark und Norwegen. Alle haben sich verpflichtet, den erarbeiteten Standard zu übernehmen.

Das Mangrove-Konsortium umfasst neben Saab mehrere europäische Unternehmen sowie Forschungsakteure wie CETENA und IDS (Teil der Fincantieri Group), FlySight, GraalTech, BlueBear, S2IX und die University of Plymouth.