Die Behörde für zivile Bereitschaft (MSB – Myndigheten för samhällsskydd och beredskap) hat einen Forschungszuschuss von zwölf Millionen Schwedischen Kronen an die Schwedische Verteidigungshochschule (FHS – Försvarshögskolan), die Universität Leiden und die Universität Stockholm bewilligt. „Das Ziel ist die Entwicklung einer evidenzbasierten Methode zur Erkennung von Bedrohungen und zur Abwehr von Krisen", erklärt Magnus Ekengren, Professor für Politikwissenschaft an der Schwedischen Verteidigungshochschule, in einer Pressemitteilung der FHS.

Das Projekt Unravelling the secrets of crisis detection and decisive action wird in vier Phasen durchgeführt. Die ersten beiden Phasen konzentrieren sich auf die Entwicklung eines analytischen Rahmens und die Zusammenfassung der Forschung zu hochzuverlässigen Organisationen (High Reliability Organizations, HRO). Die beiden folgenden Phasen werden die Ergebnisse auf neun schwedische Frühwarnsysteme anwenden und deren Wirksamkeit im Vergleich zu bewährten HRO-Praktiken bewerten, so die FHS.

Der Forschungszuschuss, der den Zeitraum 2024–2026 abdeckt, markiert eine Fortsetzung früherer Forschungsarbeiten zu schleichenden Krisen, darunter Klimawandel, Pandemien und Cyberangriffe. Ziel ist die Entwicklung einer evidenzbasierten Methode zur Erkennung von Bedrohungen und zur Krisenprävention. Das Forschungsprojekt wird analysieren, was schwedische Behörden von hochzuverlässigen Organisationen – wie etwa Flugsicherungssystemen – lernen können und wie sie ihre Fähigkeit stärken können, schleichende Krisen vorherzusehen und zu verhindern.

– Der Beitrag der MSB ist eine Anerkennung unserer Forschung zu schleichenden Krisen und eine Bestätigung dafür, dass unsere Ergebnisse in die Praxis umgesetzt werden konnten. Der Begriff hat in der schwedischen Behördenwelt Einzug gehalten, nicht zuletzt aufgrund unserer Forschung zum Umgang Schwedens mit der Covid-19-Pandemie. Die neuen Mittel schaffen eine gute Grundlage, um die Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren auszubauen, beispielsweise mit der Privatwirtschaft, sagt Magnus Ekengren.

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