Der norwegische staatliche Immobilienverwalter Forsvarsbygg hat einen Vertrag mit Repstad Anlegg AS über die Renovierung der Radaranlage auf dem Njunis im Kreis Målselv (Nordnorwegen) abgeschlossen. Die beiden Verträge haben einen Gesamtwert von 244 Millionen norwegischen Kronen zuzüglich Mehrwertsteuer.

Forsvarsbygg teilt mit, dass das Unternehmen im Frühjahr 2026 zwei Verträge im Zusammenhang mit der Renovierung der Radaranlage auf dem Njunis ausgeschrieben hat und dass der im Agder (Südnorwegen) ansässige Auftragnehmer Repstad Anlegg AS beide Ausschreibungen gewonnen hat.

Die Verträge umfassen die Modernisierung der bestehenden Felsenanlage sowie die Errichtung von Fundamenten und einem Betongebäude für eine Radomkuppel auf dem Berggipfel. Die Radaranlage auf dem Njunis befindet sich auf einer Höhe von 1.717 Metern und hat nach Angaben des Unternehmens das Ende ihrer Lebensdauer erreicht.

Die Bauarbeiten sollen im Juli 2026 beginnen. Die Arbeiten auf dem Gipfel sollen im Herbst fortgesetzt werden, solange es die Witterungsbedingungen zulassen. Die Fertigstellung der Anlage ist für 2028 geplant.

„Njunis ist besonders anspruchsvoll, da die Anlage sehr abgelegen ist und der Zugang über einen Felsentunnel erfolgt. Das stellt hohe Anforderungen an uns und unsere Lieferanten hinsichtlich Logistik und besonderer Sicherheitsanforderungen", sagt Ylva Sneve, Projektleiterin bei Forsvarsbygg, in der Pressemitteilung.

Forsvarsbygg gibt an, dass das Projekt einen eigenen Umweltplan mit Richtlinien unter anderem für den Umgang mit Ausrüstung, Gelände, Abfallentsorgung und Erdmassen umfasst, um Eingriffe und Umweltauswirkungen zu begrenzen.

Die Radaranlage auf dem Njunis ist eine von insgesamt elf Radaranlagen, die Forsvarsbygg nach eigenen Angaben bis 2030 in Norwegen zu bauen oder aufzurüsten hat, worüber NDS bereits früher berichtet hat. Der Auftrag folgt einem Beschluss des norwegischen Stortinget (Parlaments), bestehende Radaranlagen durch neue Technologie zu ersetzen. Norges Forsvarsmateriell (norwegische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial) ist Gesamtprojektleiter und verantwortlich für die Technologiebeschaffung, während die norwegische Luftwaffe als Nutzer der Anlagen vorgesehen ist.