Die Regierung gibt auf ihrer Website an, dass Schweden vor den größten außen-, sicherheits- und verteidigungspolitischen Herausforderungen der Neuzeit steht. Daher müssen Schwedens sicherheitspolitisches Handeln koordiniert und Schwedens Krisenmanagement so organisiert werden, dass es das heutige komplexe Bedrohungsbild und die damit verbundenen Risiken widerspiegelt. Die Regierung beabsichtigt daher, einen nationalen Sicherheitsrat in der Staatskanzlei (Statsrådsberedningen) einzurichten.

Die Regierung ernennt heute einen nationalen Sicherheitsberater, der zunächst den Auftrag erhält, Vorschläge zu unterbreiten, wie eine Funktion in der Staatskanzlei (Statsrådsberedningen) für die Koordinierung, Ausrichtung und Analyse von Fragen der nationalen Sicherheit aufgebaut werden soll. Der Sicherheitsberater soll prüfen, welche Organisationsstruktur und welche Kompetenzen erforderlich sind, um den Auftrag auf möglichst effektive Weise zu erfüllen. Zum nationalen Sicherheitsberater ernennt die Regierung Henrik Landerholm.

– Ich und die übrige Regierung sehen es sehr positiv, dass Henrik Landerholm zugestimmt hat, Schwedens erster nationaler Sicherheitsberater zu werden. Wir leben jetzt in einer Zeit, in der viele verschiedene Bedrohungen gegen Schweden gerichtet werden können. Das erfordert mehr von der Gesamtfähigkeit, Maßnahmen gegen nationale Sicherheitsbedrohungen zu analysieren und zu koordinieren, sagt Ministerpräsident Ulf Kristersson.

Henrik Landerholm ist derzeit Generaldirektor der Behörde für psychologische Verteidigung (Myndigheten för psykologiskt försvar). Er begann seine Karriere 1983 beim Heer und ist derzeit Oberstleutnant der Reserve. Er war zuvor Mitglied des Reichstags und Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, Mitglied der Verteidigungskommission (Försvarsberedningen) sowie Rektor und Leiter der Schwedischen Verteidigungshochschule (Försvarshögskolan) und Generaldirektor der Folke-Bernadotte-Akademie. Von 2011 bis 2021 war er im Auswärtigen Dienst tätig und leitete zwei Jahre lang den gesamten schwedischen Einsatz in Nordafghanistan, bevor er als schwedischer Botschafter in Lettland bzw. in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig war. Seit 1999 ist er Mitglied der Königlichen Kriegswissenschaftsakademie (Kungl. Krigsvetenskapsakademin) und der Königlichen Gesellschaft der Marineoffiziere (Kungl. Örlogsmannasällskapet).