​Die Regierung hat gestern auf einer Pressekonferenz mit Ministerpräsident Ulf Kristersson (M), Energie- und Wirtschaftsministerin Ebba Busch (KD), Bildungsminister Johan Pehrson (SD) sowie dem Parteivorsitzenden der Schwedendemokraten Jimmie Åkesson umfangreiche Investitionen zur Stärkung der schwedischen Landesverteidigung angekündigt. Zur Finanzierung dieser Maßnahmen planen die Tidö-Parteien, in einer Übergangsphase bis 2035 bis zu 300 Milliarden Schwedische Kronen aufzunehmen.

Auf der Pressekonferenz betonte Ulf Kristersson, dass Schweden beabsichtigt, die Verteidigungsausgaben bis 2030 auf 3,5 Prozent des BIP zu erhöhen, und dass der Betrag bei Bedarf noch weiter angehoben werden könnte.

Zur Stärkung der militärischen Verteidigung schlägt die Regierung eine Ermächtigung von 25 Milliarden Schwedischen Kronen für den Kauf neuen Verteidigungsgeräts ab 2025 vor, mit geplanten Lieferungen im Zeitraum 2026–2028. Dies kann opportunistische Beschaffungen umfassen, beispielsweise von „Luftabwehrsystemen, Drohnen, Raketenartillerie sowie persönlicher Ausrüstung und Munition".

Gleichzeitig wird eine Erhöhung des finanziellen Rahmens für die Militärhilfe an die Ukraine von 25 Milliarden auf knapp über 40 Milliarden Schwedische Kronen im Jahr 2025 vorgeschlagen, was der Ukraine ermöglicht, ihre Verteidigungsfähigkeit in einer gefährdeten Lage rasch zu stärken. Um den gestiegenen Risiken durch hybride Bedrohungen zu begegnen, plant die Regierung ein Maßnahmenpaket von insgesamt 96 Millionen Schwedischen Kronen für 2025. Dieses Paket zielt darauf ab, die Fähigkeiten der Schwedischen Küstenwache (Kustbevakningen), der Zivil- und Krisenmanagementbehörde (Myndigheten för samhällsskydd och beredskap, MSB) sowie der Behörde für psychologische Verteidigung (Myndigheten för psykologiskt försvar) zu stärken, um hybride Bedrohungen in verschiedenen Bereichen zu bewältigen, einschließlich der maritimen und der Cyberdomäne.