Polen wird sich einer europäisch-kanadischen Initiative zur maritimen Sicherheit im Nordatlantik, in der Arktis und in der Ostsee anschließen. Norwegens Verteidigungsminister Tore O. Sandvik und Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz gaben diesen Schritt nach einem bilateralen Treffen beim Warsaw Security Forum bekannt, wie das norwegische Verteidigungsministerium am 13. Oktober mitteilte.
"Europäische Länder und Kanada übernehmen zunehmend Verantwortung für die Sicherheit des Bündnisgebiets", sagt Sandvik.
Elf europäische Länder und Kanada hatten die Initiative im Juli beim Nato-Gipfel in Ankara ins Leben gerufen, wie NDS bereits berichtete. Laut der norwegischen Regierung ging der Vorschlag dafür von Norwegen aus. Polen wird nun der 13. Teilnehmer.
In ihrer gemeinsamen Erklärung vom Juli verpflichteten sich die Gründungsmitglieder zu mehr Ausbildung, Übungen und Operationen über das gesamte Spektrum maritimer Einsätze hinweg. Sie sagten zudem zu, die maritime Führungs- und Kontrollstruktur (Command and Control) zu stärken. Vorrang sollen Investitionen in die Lageerfassung (Situational Awareness) über alle Domänen hinweg erhalten. Die Arbeit wird mit den Vereinigten Staaten koordiniert.
Die Teilnehmerstaaten sind nun Kanada, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Island, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich.

