Finnland hat eine parlamentarische Arbeitsgruppe eingesetzt, die die Entwicklung der nationalen Verteidigung im Lichte der NATO-Mitgliedschaft und der veränderten Sicherheitslage in Europa prüfen soll.

Laut einer Pressemitteilung des finnischen Verteidigungsministeriums (Puolustusministeriö) nimmt die parlamentarische Arbeitsgruppe für Verteidigung ihre Arbeit am 27. November 2025 auf und ist bis zum 30. Juni 2026 tätig. Die Gruppe soll unter anderem Bedrohungen und Herausforderungen im internationalen Umfeld sowie den Bedarf zur Weiterentwicklung der finnischen Verteidigung auf nationaler Ebene und innerhalb der NATO analysieren.

– Verteidigung ist eine gemeinsame Angelegenheit für uns alle, und ein breites parlamentarisches Verständnis fördert ihre Entwicklung, sagt Jukka Kopra, Vorsitzender der Gruppe und Abgeordneter der Nationalen Sammlungspartei (Kokoomus), in der Pressemitteilung.

Finnland hat sich früher in diesem Jahr zu den neuen NATO-Richtlinien verpflichtet, wonach fünf Prozent der Verteidigungsausgaben für Forschung, Entwicklung und Rüstungsmaterial aufgewendet werden sollen. Zusätzlich zum Basisniveau des aktuellen Haushalts plant Finnland, im kommenden Jahrzehnt rund 6 Milliarden Euro in die materielle Entwicklung zu investieren. Auch personelle Lösungen sollen an die Anforderungen der NATO-Abschreckung und -Verteidigung angepasst werden.

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Mitgliedern aller Parlamentsparteien zusammen, wobei Jari Ronkainen (Basisfinnen) als stellvertretender Vorsitzender fungiert. Als Sekretär ist Ausschussrat Heikki Savola von der Nationalen Sammlungspartei tätig. Das Verteidigungsministerium und die Finnischen Streitkräfte (Puolustusvoimat) stellen der Gruppe Sachverständige zur Verfügung.