Oscar Jonsson ist der Kriegswissenschaftler, dessen Forschung zum russischen militärstrategischen Denken ihn im Zuge der russischen Vollinvasion der Ukraine im vergangenen Jahr ins Rampenlicht brachte. Gestern verlieh die Mitgliedsorganisation Sveriges Kommunikatörer (Schwedischer Kommunikationsverband) den Großen Kommunikationspreis in sechs Kategorien, wobei Oscar den Ehrenpreis gemeinsam mit Julia Agha, Geschäftsführerin des Medienhauses Alkompis, gewann.

Die Preisbegründung:
In einer Zeit des starken Wandels, des Krieges in unserer Nachbarschaft und einer von vielen Menschen wahrgenommenen zunehmenden Unsicherheit bieten Beeinflussungskampagnen und Desinformation leicht einen Nährboden für wachsendes Misstrauen. In dieser Situation sind Fakten und Offenheit sowohl in traditionellen als auch in digitalen Kommunikationskanälen von entscheidender Bedeutung. Der diesjährige Ehrenpreis geht an zwei Personen, die viele Menschen erreicht und durch sachliche Information der Verbreitung von Gerüchten entgegengewirkt haben.

– Schon als ich mit der Forschung begann, erkannte ich schnell, dass es keine Rolle spielt, wie klug man ist, wenn man seine Botschaft nicht vermitteln kann. Danach las ich einiges über das Sprechen vor Publikum und übte es, und es fühlt sich sehr schön und ehrenvoll an, dass es offenbar auf irgendeine Weise gelungen ist, sagt Oscar Jonsson in einem Artikel auf der Website der Schwedischen Verteidigungshochschule (Försvarshögskolan).