Nach fast 50 Jahren werden die königlichen Ritterorden wieder an schwedische Staatsbürger für außergewöhnliche Verdienste verliehen. Durch Nominierungen aus der Bevölkerung und Auswahl durch den Ordensrat bei Kungl. Maj:ts Orden hat die Regierung nun die Namen genehmigt, und S.M. der König hat die Ordensverleihung formell beschlossen. Darunter wird der Königliche Schwertorden an Generalleutnant Dennis Gyllensporre und Oberst 1. Grades Ulf Henricsson verliehen, wie das Königshaus und die Regierungskanzlei in Pressemitteilungen schreiben.

Der Königliche Schwertorden wurde 1748 gestiftet und wird an militärisches Personal verliehen. Nach einem Reichstagsbeschluss wurden die königlichen Orden ab 1975 für schwedische Staatsbürger ruhend gestellt.

Der Prozess, damit Schweden wieder königliche Orden erhalten können, wurde 2018 durch eine Ausschussinitiative im Verfassungsausschuss eingeleitet. Im Dezember 2022 beschloss die Regierung eine neue Verordnung zu Schwedens höchsten Auszeichnungen für verdienstvollen Einsatz, mit breiter Unterstützung im Reichstag.

Generalleutnant Dennis Gyllensporre erhält den Königlichen Schwertorden, Kommandeur mit dem Großkreuz, für außerordentliche Führungsleistung unter kriegsähnlichen Bedingungen in Mali. Dennis Gyllensporre war drei Jahre lang Befehlshaber über mehr als 13.000 Personen aus 60 Ländern, die an der MINUSMA-Mission (United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali) in Mali teilnahmen.

Oberst 1. Grades Ulf Henricsson erhält den Königlichen Schwertorden, Kommandeur Erster Klasse, für vorbildliche Führungsleistung unter kriegsähnlichen Bedingungen im ehemaligen Jugoslawien. Ulf Henricsson erhielt den Spitznamen „Sheriff von Vareš" während seiner Zeit als Bataillonskommandeur von BA01 in der UN-Truppe Nordbat 2 in Bosnien.

Die Ordensverleihung wird im Rahmen einer Zeremonie im Königlichen Schloss (Stockholm) am 31. Mai stattfinden.