Die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) haben gemeinsam mit dem Offiziersverband (Officersförbundet) und SACO-S FM zwei neue Tarifverträge mit Konditionen für Piloten der Schwedischen Luftwaffe (Flygvapnet) abgeschlossen. Man hat sich zudem auf eine Erhöhung der Pilotengehälter geeinigt, wie aus Pressemitteilungen der Schwedischen Streitkräfte sowie des Offiziersverbandes vom 19. Juni hervorgeht.

Die neuen Tarifverträge für die Piloten der Schwedischen Streitkräfte umfassen mehrere verschiedene Bestandteile. Unter anderem erhalten sie eine Flugführerzulage in Höhe von 15 Prozent des Gehalts.

Personen, die zu den Piloten der Zukunft in der Luftwaffe ausgebildet werden und noch nicht in die Gehaltsstruktur für Piloten eingestuft sind, erhalten während ihrer Ausbildungszeit eine Zulage von 3.000 Schwedischen Kronen pro Monat, da sie nunmehr von der Arbeitszeitregelung ausgenommen sind. Dieses Geld kommt zu den bereits bestehenden 5.000 Kronen pro Monat hinzu.

„Wir sind selbstkritisch und hätten natürlich früher handeln können, aber diese Vereinbarung ist positiver, als ich hätte hoffen können. Ich bin sehr zufrieden, dass wir nun zu neuen Konditionen für die Piloten der Luftwaffe gelangt sind. Wir waren treibend und offen darin, eine Lösung finden zu wollen, und das haben wir nun gemeinsam mit den Arbeitnehmerorganisationen getan. Jetzt geht die harte Arbeit der Umsetzung der neuen Richtlinien weiter", sagt der Luftwaffenchef, Generalmajor Jonas Wikman, gegenüber den Schwedischen Streitkräften.

Piloten, die kein Rentenalter von 55 Jahren haben, erhalten eine zusätzliche Prämieneinzahlung in die Rente. Der Betrag beläuft sich auf 4.000 Kronen pro Monat über 20 Jahre. Die Einzahlungen beginnen 10 Jahre nach Beginn der Pilotenausbildung.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Engagement und dem Willen, den die Schwedischen Streitkräfte in diesen Verhandlungen gezeigt haben. Der Offiziersverband setzt sich dafür ein, dass militärisches Personal beim Staat führend in der Vergütung ist, und der Vertrag für die Flugzeugführer ist ein Schritt in diese Richtung. Ich freue mich auf die weitere enge Zusammenarbeit sowohl mit der Führung der Luftwaffe als auch mit den Schwedischen Streitkräften", sagt Lars Fresker, Vorsitzender des Offiziersverbandes, in der Pressemitteilung des Verbandes.

„Von unserer Seite sehen wir es sehr positiv, dass wir gemeinsam mit dem Offiziersverband und den Schwedischen Streitkräften zu einer Einigung gelangt sind. Unsere Auffassung ist, dass dieser Vertrag zukunftsorientiert ist und unseren Piloten die Langfristigkeit und Sicherheit geben wird, die sie so sehr verdienen", sagt SACO-S FM-Vorsitzender Toni Dufvenberg gegenüber dem Offiziersverband.

Die Tarifverträge in ihrer Gesamtheit gelten ab dem 1. Juni 2023, und die neuen Gehaltsniveaus werden in die Gehaltsrevision zum 1. Oktober aufgenommen.

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