Die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) haben mit Unterstützung der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV, Försvarets materielverk) einen Vertrag mit dem deutschen Unternehmen KNDS, ehemals KMW (Krauss-Maffei Wegmann), über den Kauf neuer Panzersimulator-Systeme für den Kampfpanzer Stridsvagn 122 abgeschlossen.

Laut einer Pressemitteilung der FMV werden die Simulatoren die bestehenden Turmbesatzungs-Trainingsanlagen (TBTA) bei den Verbänden sowie die Besatzungs-Trainingsanlage (BTA) an der Heeresgefechtskampfschule (Markstridsskolan) ersetzen.

– Neben dem Austausch der älteren Simulatoren erhält P18 auf Gotland (strategische schwedische Ostseeinsel) einen zusätzlichen Simulator. Darüber hinaus erhöhen wir die Anzahl der Simulatoren bei I19 im Norden und P7 im Süden, sagt Pontus Berg, Materialverantwortlicher für den Kampfpanzer Leopard beim Heereskommando der Schwedischen Streitkräfte.

Der neue Simulator wird das Training einer vollständigen Panzerbesatzung bestehend aus Kommandant, Schütze, Fahrer und Ladeschütze in allen Ausbildungsstufen ermöglichen – von der grundlegenden Stellungsausbildung bis hin zum Verbandsübungsbetrieb. Ebenso wie der reale Kampfpanzer wird auch der Simulator mit dem neuen Führungsunterstützungssystem ausgestattet.

– Dieses Projekt wird Schwedens Verteidigungsfähigkeit auf echte Weise stärken. Schweden war stets führend im Einsatz moderner Simulatoren, und nun machen wir erneut einen bedeutenden Entwicklungsschritt – nicht zuletzt dank einer hervorragenden Zusammenarbeit mit allen Beteiligten bei den Schwedischen Streitkräften, bei KNDS und bei der FMV, sagt Claes Hallbäcken, Projektleiter bei der FMV.

Die Lieferungen an die Schwedischen Streitkräfte werden fortlaufend bis 2029 erfolgen.