Die norwegische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMA, Forsvarsmateriell) entwickelt eine neue Version der Nordic Combat Uniform (NCU), nachdem Soldaten in Finnmark (Nordnorwegen) Probleme gemeldet hatten. Ein Produktionstermin steht noch nicht fest.
Die leichte Kampfuniform erhält eine neue Fasermischung, die weniger verblasst, sowie einen großzügiger geschnittenen Schritt, um Risse zu vermeiden. Beide Verbesserungen wurden gemeinsam mit dem Zulieferer Oskar Pedersen AS entwickelt.
Zehn Soldaten des Porsanger-Bataillons und des GSV-Jägerbataillons testeten in diesem Frühjahr eine verbesserte schwere Uniform. Sie empfanden diese als zu warm, weshalb die Belüftungsöffnungen von den Hüften unter die Arme verlegt wurden. Die Kapuze war ursprünglich so bemessen, dass sie über die größeren finnischen Helme passt. Sie wird nun für Norwegen neu gestaltet, eine endgültige Lösung steht jedoch noch nicht fest.
Laut FMA soll die neue Version nicht teurer sein als die ursprüngliche. Der Verzicht auf die Kapuzentasche sowie auf Innentaschen spart Stoff.
Die Originaluniformen werden vorerst weiterhin ausgegeben.
"Wer bereits die ursprüngliche NCU-Uniform besitzt, muss damit rechnen, diese weiterhin zu verwenden", sagt FMA-Projektleiterin Veronica Eng.
Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark unterzeichneten im Februar 2022 vier nationale NCU-Verträge mit einem Gesamtwert von 425 Millionen Euro. Der norwegische Vertrag hat eine Obergrenze von 150 Millionen Euro.

