Norwegen übernimmt ab dem 1. Januar 2026 die Leitung der nordischen Verteidigungskooperation NORDEFCO (Nordic Defence Cooperation) von Finnland.
Dies geht aus einer Pressemitteilung der norwegischen Regierung hervor. Demnach wird Norwegen die Zusammenarbeit zwischen Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden im Jahr 2026 leiten. Im Zusammenhang mit der Übernahme kamen die nordischen Verteidigungsminister zu einem NORDEFCO-Treffen in Helsinki (Finnland) zusammen.
In der Pressemitteilung äußert sich Norwegens Verteidigungsminister Tore O. Sandvik zur bevorstehenden Präsidentschaft.
– „Europa kann Sicherheit nicht als selbstverständlich betrachten. Wir müssen mehr für unsere Sicherheit tun, und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten ist absolut entscheidend. Wenn Norwegen nun NORDEFCO leitet, werden wir eine Kooperation weiterentwickeln, die den gesamten nordischen Raum sicherer macht", sagt Tore O. Sandvik, Verteidigungsminister Norwegens, in der Pressemitteilung.
NORDEFCO, die Nordic Defence Cooperation, wurde 2009 mit dem Ziel gegründet, die Verteidigungskooperation zwischen den nordischen Ländern zu stärken. Laut der Regierung wurde die Zusammenarbeit auf der Grundlage eines gemeinsamen Bedarfs an engerer Zusammenarbeit zwischen Nachbarländern gegründet, die Geschichte, Kultur, Sicherheitsinteressen und geografische Nähe teilen. Heute sind alle NORDEFCO-Länder auch Mitglieder der NATO.
Laut der Pressemitteilung wird die norwegische Führung den Schwerpunkt auf gemeinsame Ausbildung und Übungen sowie auf die Entwicklung von Verteidigungs- und Sicherheitspolitik legen, die es den Ländern ermöglichen soll, sich gegenseitig zu verteidigen sowie alliierte Verstärkungen im nordischen Raum aufzunehmen und zu verlegen. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass die Gesamtverteidigung (Totalförsvar) als Voraussetzung für diese Arbeit hervorgehoben wird und dass 2026 innerhalb von NORDEFCO als Jahr der Gesamtverteidigung gilt.

