Norwegen hat ein neues Antidronensystem auf dem Luftwaffenstützpunkt Ørland (Zentralnorwegen) erhalten und mit der Installation begonnen. Das System wird vom britischen Unternehmen Operational Solutions Ltd. (OSL) im Rahmen eines Vertrags geliefert, den die norwegische Beschaffungsbehörde Forsvarsmateriell im August 2025 abgeschlossen hat. Dies geht aus einer Pressemitteilung von Forsvarsmateriell hervor.
Der Vertrag hat einen Wert von bis zu 938 Millionen norwegischen Kronen und umfasst sogenannte Counter-Unmanned Aerial Systems (CUAS) – Systeme zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge –, die zum Schutz von Stützpunkten, Anlagen und festen Objekten gegen Drohnen vorgesehen sind. Bisher wurden zwei Bestellungen im Rahmen des Rahmenvertrags aufgegeben. Auf dem Stützpunkt Ørland soll das System in bestehende Luftverteidigungslösungen integriert werden und besteht aus einem Führungssystem, Sensoren sowie sowohl kinetischen als auch nicht-kinetischen Wirkmitteln.
– Dies stärkt unsere Fähigkeit, den Luftraum rund um den Luftwaffenstützpunkt Ørland zu überwachen und zu schützen, und trägt zu einer erhöhten operativen Leistungsfähigkeit bei, sagt Brigadegeneral Thomas Orud Harlem, Kommandeur der Luftforsvarets våpenskole (Waffenschule der norwegischen Luftwaffe).
Das System basiert auf der technischen Plattform FACE von OSL, die eine zentralisierte Überwachung, Erkennung und autonome Reaktion sowohl in Luft- als auch in Bodenumgebungen ermöglicht. Laut Forsvarsmateriell wird das System bereits in mehreren anderen Ländern eingesetzt.

