Die norwegische Beschaffungsbehörde Forsvarsmateriell (FMA) hat einen Vierjahresvertrag mit dem amerikanischen Unternehmen BAE Systems OneArc über die Lieferung virtueller Ausbildungssysteme abgeschlossen. Die Beschaffung wird damit begründet, dass die norwegischen Streitkräfte ihre Kapazitäten und Flexibilität im Bereich der Simulatorausbildung erheblich ausbauen sollen.
– Mit diesem Vertrag wird die Verteidigung die Nutzung simulierter Ausbildung erheblich ausweiten können. Simulatortraining ist eine effektive und nachhaltigere Übungsform. Es senkt die Kosten und verbessert die Fähigkeiten der Soldaten durch sicheres und wiederholbares Üben, sagt Tomas Beck, Leiter für Land- und gemeinsame Fähigkeiten bei den norwegischen Streitkräften.
Laut einer Pressemitteilung der FMA ermöglicht die Software VBS4 (Virtual Battlespace 4) Soldaten und Führungspersonal, sich auf moderne operative Herausforderungen vorzubereiten. Das System ist in über 60 Nationen im Einsatz und wird innerhalb der NATO (North Atlantic Treaty Organization) breit genutzt. Der Vertrag baut auf den bestehenden virtuellen Ausbildungssystemen der norwegischen Streitkräfte auf und umfasst zudem VBS Builder Edition sowie Blue IG.
Die Beschaffung ermöglicht eine leicht zugängliche Klassenraumausbildung für den Großteil der Fahrzeugsysteme des Heeres, so die FMA, die darüber hinaus angibt, dass Ausbildungsmöglichkeiten für die Führung indirekten Feuers, den Beobachtungsdienst sowie den Basisschutz im Konzept enthalten sind.
Über den nationalen Bedarf hinaus schafft die Investition Voraussetzungen für gemeinsame Simulatorübungen im Rahmen der nordischen Verteidigungskooperation NORDEFCO (Nordic Defence Cooperation). Dies gibt Norwegen laut FMA die Möglichkeit, seine Interoperabilität zu stärken und gemeinsam mit Schweden, Finnland, Dänemark und anderen regionalen Partnern, die die Simulationstechnologie von OneArc nutzen, fortgeschrittene virtuelle Übungen durchzuführen.

