Norwegen hat beschlossen, Dänemark mit Personal und Ausrüstung zu unterstützen, um möglichen Drohnenbedrohungen im Zusammenhang mit den internationalen Gipfeltreffen in Kopenhagen (Dänemark) am 1. und 2. Oktober zu begegnen. Der Einsatz erfolgt in Zusammenarbeit mit den dänischen Streitkräften.

– Dänemark ist ein enger Nachbar und ein NATO-Mitglied. Wenn Dänemark um eine solche Unterstützung bittet, ist es für uns wichtig, diese zu leisten. Wir zeigen damit Solidarität mit Dänemark und unsere Fähigkeit, zur gemeinsamen Sicherheit in Europa beizutragen. Dänemarks Sicherheit ist auch unsere Sicherheit, sagt Norwegens Verteidigungsminister Tore O. Sandvik in einer Pressemitteilung der norwegischen Regierung.

Die Unterstützung erfolgt auf eine formelle Anfrage Dänemarks im Vorfeld der Treffen, die ein informelles EU-Gipfeltreffen sowie ein Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) umfassen. Aus Sicherheitsgründen gibt die Regierung keine Einzelheiten darüber bekannt, welche Fähigkeiten im norwegischen Beitrag enthalten sind.

Dem norwegischen Hauptquartier der Streitkräfte (Forsvarets Høykommando) zufolge haben die norwegischen Streitkräfte intensiv an den Vorbereitungen gearbeitet, und die Koordinierung erfolgt direkt mit den dänischen Streitkräften.

– Der Beitrag wird die täglichen Aktivitäten oder die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte nicht beeinträchtigen, sagt Generalmajor Gjert Lage Dyndal, stellvertretender Chef des Operativen Hauptquartiers, in einer Pressemitteilung der norwegischen Streitkräfte (Forsvaret).

Hintergrund sind mehrere größere Treffen in Kopenhagen am 1. und 2. Oktober, darunter ein informelles EU-Gipfeltreffen über die europäische Verteidigung und die Unterstützung der Ukraine sowie ein Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft mit Teilnehmern aus insgesamt 47 Ländern. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Drohnenbedrohungen, hybride Einflussnahme und die Sicherheitslage in Europa. In den Tagen vor den Treffen haben die dänischen Streitkräfte mehrere Sichtungen von Drohnen in der Nähe militärischer Anlagen bestätigt, darunter die Flugstation Skrydstrup (Südjütland) und die Kaserne des Jydske Dragonregiment in Holstebro (Westjütland).