Norwegens Direktorat für Zivilschutz (DSB) hat einen Experten nach Grönland entsandt, der Teil eines internationalen Beraterteams ist. Das Team soll Grönlands Selbstverwaltung dabei unterstützen, ihr Krisenmanagementsystem zu bewerten und weiterzuentwickeln.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Gastlandunterstützung (Host Nation Support), also Grönlands Fähigkeit, bei einer Katastrophe oder einem anderen schwerwiegenden Vorfall internationale Hilfe entgegenzunehmen. Das Team besteht aus Experten aus acht Ländern. Es wird über den EU-Katastrophenschutzmechanismus (Union Civil Protection Mechanism, UCPM) organisiert, an dem Norwegen gleichberechtigt mit den EU-Mitgliedstaaten teilnimmt.

Norwegens Beitrag ist Elena Olonkin Swahn, eine DSB-Spezialistin für Gastlandunterstützung. Laut DSB wird das Team wichtige Akteure und Behörden im Bereich der Katastrophenvorsorge in Grönland treffen und anschließend konkrete Empfehlungen ausarbeiten. Der Abschlussbericht wird zudem darlegen, welche Hilfe die internationale Gemeinschaft im Falle eines größeren Notfalls anbieten könnte.

– Die geopolitische Lage in der Arktis hat die Notwendigkeit eines gut funktionierenden Krisenmanagements noch dringlicher gemacht, sagte DSB-Direktor Lars Jacob Hiim.

Er fügte hinzu, dass Waldbrände, Erdrutsche, Tsunamis und Überschwemmungen in Grönland aufgrund der globalen Erwärmung voraussichtlich häufiger auftreten werden.