Schweden, Norwegen, Estland, Finnland, Litauen und die Niederlande haben eine Absichtserklärung über eine gemeinsame Beschaffung des Schützenpanzers CV90 (Combat Vehicle 90) unterzeichnet. Das Dokument soll in Brüssel anlässlich des NATO-Verteidigungsministertreffens unterzeichnet werden.

Ziel ist es, den Kauf neuer CV90-Fahrzeuge für die jeweiligen Streitkräfte zu koordinieren, was laut der norwegischen Regierung zu einer erhöhten operativen Leistungsfähigkeit, niedrigeren Kosten und vereinfachter Logistik beitragen soll. Die Länder haben sich auf gemeinsame technische Spezifikationen für die Fahrzeuge geeinigt, einschließlich einheitlicher Bewaffnung und Munition.

Norwegen plant, im Rahmen dieser Zusammenarbeit rund 80 neue Schützenpanzer zu beschaffen.

– Durch die Beschaffung desselben Fahrzeugtyps können wir die Anschaffungskosten senken und mehr Verteidigung für unser Geld erhalten. Dies ermöglicht auch engere gemeinsame Übungen, gemeinsame Instandhaltung und bessere Interoperabilität, sagt Norwegens Verteidigungsminister Tore O. Sandvik in einer Pressemitteilung des norwegischen Verteidigungsministeriums.

Im April bestätigten die Regierungschefs Schwedens und Litauens, dass ein koordinierter Kauf von mehreren hundert CV90-Fahrzeugen in Verhandlung ist. Litauen hat zuvor beschlossen, zwei mechanisierte Bataillone mit diesem Fahrzeugtyp auszurüsten, mit dem Ziel, bis 2030 volle operative Einsatzbereitschaft zu erreichen.