Norwegen stärkt seine Präsenz in der Arktis durch die Eröffnung eines Generalkonsulats in Nuuk, Grönland. Die Entscheidung wird mit der wachsenden strategischen Bedeutung der Region und dem Ziel begründet, die Zusammenarbeit mit Grönland zu vertiefen.

Norwegen unterhält seit 1986 ein Honorarkonsulat in Nuuk. Das neue Generalkonsulat wird der norwegischen Botschaft in Kopenhagen (Dänemark) unterstellt sein.

In einer Pressemitteilung teilt die norwegische Regierung mit, dass das Generalkonsulat von einem entsandten Generalkonsul aus Norwegen geleitet werden soll.

„Die nördlichen Gebiete bleiben Norwegens wichtigste strategische Priorität, und die Arktis gewinnt für die internationale Politik und Sicherheit zunehmend an Bedeutung. Grönland ist ein enger Partner Norwegens, und ein Generalkonsulat in Nuuk wird sowohl die politischen Kontakte als auch die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Interessen in der Region stärken", sagt Ministerpräsident Jonas Gahr Støre.

Außenminister Espen Barth Eide zufolge soll die Einrichtung einen engeren Kontakt zu grönländischen Behörden, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft ermöglichen.

„Ein Generalkonsulat in Nuuk wird uns einen engeren Kontakt zu den grönländischen Behörden, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft verschaffen. Es wird die Zusammenarbeit in Bereichen stärken, in denen Norwegen und Grönland bereits starke gemeinsame Interessen haben, wie etwa Fischerei, maritime Angelegenheiten und Fragen der indigenen Bevölkerung", sagt Eide.

Nach Angaben der norwegischen Regierung wurde die Entscheidung sowohl von Grönland als auch von Dänemark positiv aufgenommen. Kanada, Frankreich, Island, die USA und die EU sind bereits mit einer Vertretung in Nuuk präsent.