Norwegens Verteidigungsminister Tore O. Sandvik hat Camp Sleipner auf dem Garnisonsgelände Værnes in Trøndelag (Zentralnorwegen) eingeweiht. Die Anlage soll Norwegens Fähigkeit stärken, alliierte Streitkräfte bei Übungen, Krisen und im Kriegsfall aufzunehmen und zu unterstützen.

Laut einer Pressemitteilung von Forsvarsbygg (der norwegischen Militärbaubehörde) wurde Camp Sleipner in Zusammenarbeit mit den Streitkräften errichtet und ist seit Dezember 2025 in Betrieb. Die Anlage wurde unter anderem von amerikanischen Soldaten während der Übung Cold Response 26 genutzt.

„Camp Sleipner demonstriert konkret Norwegens Bereitschaft und Fähigkeit, alliierte Streitkräfte aufzunehmen. Das Lager stärkt unsere Rolle in der NATO, insbesondere mit Finnland und Schweden als neuen Mitgliedern", sagt Verteidigungsminister Tore O. Sandvik.

Laut Armeechef Generalmajor Lars Lervik ist die Anlage Teil der Bemühungen, die NATO-Fähigkeit zur Verstärkung Norwegens und der nordischen Region zu stärken.

„Die Einrichtung eines alliierten Aufnahmezentrums auf Værnes ist ein wichtiger Bestandteil, um alliierte Verstärkungen nach Norwegen und in die nordische Region bei Krisen und im Kriegsfall zu ermöglichen. Zusammen mit unseren neuen Aufnahmezentren in Troms (Nordnorwegen) und auf Rena stärkt es die Glaubwürdigkeit der NATO-Verteidigungsplanung", sagt Lars Lervik.

Camp Sleipner besteht aus neun isolierten Hallgebäuden, darunter Unterkünfte, Sanitäranlagen und Lagerräume. Die Anlage hat eine Kapazität für rund 800 Personen, kann jedoch laut Forsvarsbygg bei Bedarf erweitert oder verlegt werden. Die Gesamtfläche beträgt 8.200 Quadratmeter, und die Investition soll sich auf 68 Millionen norwegische Kronen belaufen.

Forsvarsbygg schreibt weiter, dass Camp Sleipner auf demselben standardisierten Konzept basiert wie mehrere andere alliierte Aufnahmeanlagen, die in den vergangenen Jahren in Norwegen errichtet wurden.