Norwegen, Deutschland und Großbritannien haben beim NATO-Verteidigungsministertreffen in Brüssel ein Abkommen über eine vertiefte Zusammenarbeit bei der U-Boot-Jagd im Nordatlantik unterzeichnet. Ziel ist es, die NATO-Fähigkeit zur Erkennung, Verfolgung und Bekämpfung von U-Booten zu stärken.
Laut dem norwegischen Verteidigungsministerium sollen die drei Länder eine größere Verantwortung für die Überwachung von U-Boot-Aktivitäten im Nordatlantik und in der Arktis übernehmen. Die Initiative soll die NATO-Fähigkeit zur U-Boot-Jagd stärken, russischer U-Boot-Aktivität in der Region begegnen und gleichzeitig die Belastung der globalen Ressourcen der USA verringern.
„Norwegens strategische Lage macht es für uns besonders wichtig, uns gegen feindliche U-Boote verteidigen zu können. Dies ist wichtig für die Sicherheit Norwegens und der gesamten NATO-Allianz. Wir stärken nun die Verteidigungsfähigkeit Norwegens und Europas", sagt Norwegens Verteidigungsminister Tore O. Sandvik in einer Pressemitteilung des norwegischen Verteidigungsministeriums.
Laut der Pressemitteilung baut die Initiative auf den strategischen Partnerschaftsabkommen auf, die Norwegen zuvor mit Großbritannien (Lunna-House-Abkommen) und Deutschland (Hansa-Abkommen) geschlossen hat. Die Zusammenarbeit soll unter anderem verstärkte Überwachung, die Entwicklung gemeinsamer Fähigkeiten, Planung, Übungen und gemeinsame Militäroperationen umfassen.
„Wir werden gemeinsam mit Deutschland neue U-Boote und gemeinsam mit Großbritannien neue Fregatten beschaffen. Mit der heutigen neuen Initiative knüpfen wir noch engere Verbindungen zu zwei unserer wichtigsten europäischen Verbündeten in einem Bereich von großer strategischer Bedeutung", sagt Sandvik in der Pressemitteilung.

