Ab dem 1. Juli treten mehrere Regeländerungen im Zuständigkeitsbereich des norwegischen Verteidigungsministeriums in Kraft. Die Änderungen umfassen unter anderem vereinfachte Vorschriften für Verteidigungsbeschaffungen sowie neue Möglichkeiten, militärische Berufsausbildungen mit formalem Status einer höheren Berufsausbildung anzuerkennen.

Nach Angaben der norwegischen Regierung wird der Schwellenwert für die Anwendung der Vorschriften zur Verteidigungs- und Sicherheitsbeschaffung von 100.000 norwegischen Kronen auf 500.000 norwegische Kronen (exklusive Mehrwertsteuer) angehoben. Beschaffungen unterhalb der neuen Grenze unterliegen damit nicht länger den entsprechenden Vorschriften.

Aus der Pressemitteilung der Regierung geht zudem hervor, dass eine neue Verordnung am 1. Juli in Kraft tritt, die den Fachschulen der norwegischen Streitkräfte (Forsvaret) Ausnahmen und Anpassungen zum Fachschulgesetz gewährt. Dies bedeutet, dass mehr Berufs- und Funktionsausbildungen der Streitkräfte nach nationalen Qualitätsstandards akkreditiert werden können und eine formale Dokumentation sowie Leistungspunkte vergeben werden, vergleichbar mit zivilen Berufsschulausbildungen.

„Wir wissen, dass ein häufiger Grund für das Ausscheiden von Mitarbeitenden bei den Streitkräften der Wunsch ist, eine zivile Ausbildung zu absolvieren. Daher war es der Regierung wichtig, dies umzusetzen, um die Fähigkeit der Streitkräfte zu stärken, Kompetenzen aufzubauen, mehr Personal zu rekrutieren und vor allem qualifiziertes und erfahrenes Personal zu halten", sagt Norwegens Verteidigungsminister Tore O. Sandvik in einer Pressemitteilung.

Nach Angaben der Regierung muss jede Ausbildung einen Akkreditierungsprozess durchlaufen, bevor sie als Berufsschulausbildung anerkannt werden kann.